„Sinnbildfauna“: Allzu Menschliches hinter tierischer Maske

Von: kr
Letzte Aktualisierung:
6514145.jpg
Zur Eröffnung der Ausstellung „Sinnbildfauna“ begrüßte Kirsten Müller-Lehnen, die 1. Vorsitzende des Kunstvereins, die Künstlerin Andrea Zang und den Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke (von links). Foto: Król

Jülich. Mit der Ausstellung „Sinnbildfauna“ des Kunstvereins Jülich gewährte die Künstlerin Andrea Zang den Besuchern Einblicke in ihre wundersame Welt der Metaphern und bildhaften Botschaften. Sie stellt ihre Bilder, Objekte und Installationen zur Diskussionen und überlässt dem Betrachter freie Hand bei der Auslegung auf der Basis seiner persönlichen Erfahrungen.

Die überwiegend großformatigen Acryl-Bilder auf Leinwand beschäftigen sich größtenteils mit Themen aus dem Zeitgeschehen. „Ich versuche meistens, beide Seiten einer Lebens-Situation herauszuarbeiten, das Entweder und das Oder“, betont Andrea Zang, die ihre Werke häufig paarweise erstellt, um so das Für und Wider besser widerzuspiegeln.

Tierhafte Wesen mit menschlicher Kleidung und menschlichen Wesenszügen spielen dabei eine große Rolle. Sie lässt Tierisches und Menschliches ineinanderfließen und schafft so die Aufmerksamkeit, sich mit den verschiedensten Konstellationen gedanklich auseinanderzusetzen. In ihre Art zu malen fließen sowohl realistische als auf surrealistische Elemente ein, sie polarisiert mit ihren Arbeiten und sagt: „Ich male keine Tiere. Jedes Bild hat ein eigenes Thema, zu dem ich etwas sagen möchte. Das drücke ich mit der Malerei aus.“ Dabei entsteht etwas vollkommen Eigenständiges.

Detailreich und mit feinem Pinselstrich sind ihre Werke, die ein wenig an die Schule der alten Meister erinnern und bei näherer Betrachtung einen feinen Humor erkennen lassen. Wie zum Beispiel das Schaf im Wolfspelz oder bei dem Objekt „Radieschen von unten“.

Andrea Zang, Jahrgang 1960, wurde in Bergisch-Gladbach geboren, sie lebt und arbeitet in Kohlscheid und Aachen. Ihre malerische Ausbildung erhielt sie bei Professor Edward Zoworka im Atelier Freie Malerei in Aachen. Seit 2007 ist sie Gründungsmitglied der deutsch-belgischen Künstlervereinigung Atelier Kunstdialog. Mit ihren Arbeiteten war sie auf zahlreiche nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten.

Gelungener Höhepunkt

Zur Vernissage im Jülicher Hexenturm begrüßte Kirsten Müller-Lehnen, die 1. Vorsitzende des Kunstvereins, ein volles Haus. Sie freute sich die Künstlerin in Jülich vorstellen zu dürfen. „Dies ist die letzte Ausstellung in unserer jährlichen Reihe, und ich denke, es ist ein gelungener Höhepunkt.“

Die Einführung zur Ausstellung übernahm der Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke der sich intensiv mit den Werken Andrea Zangs auseinander setzte. Er hob unter anderen den intensiven Blick der Künstlerin auf die Gesellschaft hervor, der von Weisheit getragen sei. „Ihre Bilder stehen für ein aufklärerisches Denken. Sie mischt sich ein, beobachtet den Umgang der Menschen. Das macht den Charme ihrer Bilder aus, sie wirken nicht erschreckend, sondern anziehend“, erklärte er.

Die Ausstellung ist geöffnet bis 17. November, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Am Sonntag, 17. November, um 11 Uhr steht die Künstlerin für eine Führung zur Verfügung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert