Aldenhoven - Silberjubiläum beim Bergmännischen Traditionsverein „Glück auf“

Silberjubiläum beim Bergmännischen Traditionsverein „Glück auf“

Von: Adi Zantis
Letzte Aktualisierung:
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Sie stehen für bergmännische Überlieferung: Mitglieder des Aldenhovener Traditionsvereins „Glück auf“ mit dem Vorsitzenden Franz Fiedler (rechts). Foto: Zantis

Aldenhoven. Das Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen des Bergmännischen Traditionsvereins „Glück auf“ Aldenhoven ist vor allem eine Bilanz des steten Bemühens um den Erhalt und die Weiterführung der bergmännischen Traditionen in der ehemaligen Bergbaugemeinde.

Wenn sich also am Freitag, 4. August, um 18 Uhr zahlreiche Gratulanten und Ehrengäste im Aldenhovener Bergbaumuseum einfinden, soll damit auch eine besondere Ehrenbezeugung zum Ausdruck kommen.

Ehe es im Jahr 1992 zur Gründung des Traditionsvereins kommen konnte, hatten sich eifrige Bergleute unmittelbar nach Schließung der EBV-Zeche Emil Mayrisch in Siersdorf um die Sicherstellung von bergmännischen Geräten bemüht. Diese wurden zunächst in einer Scheune in Inden-Altdorf für fünf Jahre eingelagert. Das Überlassen der bergbaulichen Relikte war aber aus rechtlichen Gründen vom Eschweiler Bergwerksverein mit der Bedingung verknüpft, einen Verein zu gründen.

28 Gründerväter

So kam es dann am 28. März 1992 zur Gründung des „Bergmännischen Traditionsvereins für Stein- und Braunkohle Glück auf Aldenhoven“, der beim Amtsgericht Jülich eingetragen wurde. Zur Gründungsversammlung in der Aldenhovener Gaststätte „Bürgerhof“ hatten sich 28 Bergleute eingefunden. Als Sprecher stellte der spätere Vorsitzende August Albrecht die Ziele des neuen Vereins vor. Bereits im September 1992 konnte der neue Bergbauverein 60 Mitglieder aufweisen.

Schon mit der Gründung der neuen Traditionsgemeinschaft wurde der Gedanke an ein Bergbaumuseum aufgegriffen. Es sollte „ein Domizil werden, in dem sich die ehemaligen Bergleute heimisch fühlen und identifizieren konnten“. Im Museum sollten Gegenstände an das bergmännische Berufsleben erinnern und über ihre Tätigkeiten und Lebensweise berichten. Den für dieses Vorhaben geeigneten Ort fand man in Aldenhoven mit der ruinösen Scheune des Hauses Vaahsen, wo einmal die Kirche des ehemaligen Kapuzinerklosters gestanden hatte.

Im Frühjahr 1994 begannen die Bauarbeiten zum Museum, die fast ausschließlich in Eigenleistung der mittlerweile 85 Mitglieder des Traditionsvereins erfolgten. Bis zur Einweihung im November 1997 wurden insgesamt 16.000 Arbeitsstunden in Eigenleistung bilanziert.

Ehrenmedaillen

Im Rahmen der Kommers-Feier am Freitag werden nach der Eröffnungsansprache durch den Vorsitzenden Franz-Josef Fiedler besonders die Förderer und Gönner mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet. Anschließend wird zu Umtrunk und Imbiss eingeladen.

Am Samstag, 5. August, wird um 17 Uhr unter dem Titel „Jubel, Trubel, Heiterkeit“ in den Räumen des Museums und auf dem Vorplatz mit Livemusik zu Grillspezialitäten und Getränken eingeladen. Am Sonntag, 6. August folgt um 11 Uhr ein musikalischer Frühschoppen mit der Bergkapelle Hückelhoven. Nachmittags stellt sich der „Schachtchor“ Hückelhoven in einem Konzert mit Bergmannsliedern vor. Am Grillstand werden diverse Angebote mit Kartoffel- und Krautsalat serviert. Zusätzlich wird zu Kaffee und Kuchen mit einem reichhaltigen Tortensortiment eingeladen.

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