Siersdorfer Kommende: Ziel ist Wiederherstellung des Bauwerks

Von: zts
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Fördervereinsvorsitzender Guido von Büren und Architekt Ekkehard Kandler (v. l.) informierten über die Arbeiten an der Siersdorfer Kommende, die von Bund und Land finanziert werden . Foto: Zantis

Siersdorf. Die Bestandssicherung der Siersdorfer Kommende macht Fortschritte. Wie der leitende Architekt Ekkehard Kandler (Köln) auf einer Informationsveranstaltung im Siersdorfer Gemeindepfarrsaal erläuterte, umfassen die Arbeiten an der Ruine aus dem 16. Jahrhundert fünf Schwerpunkte.

Das sind Notsicherung im großräumigen Kellergeschoss, Burggrabenräumung, Baustellenerschließung, ungehinderter Zugang zum Gebäude von der K 12 aus, Instandsetzung der Betondecken und Gesimssicherung mit Dachausbau.

„Visionäres Ziel sei die „Wiederherstellung des Renaissance-Bauwerks“. Nach etwa fünf Jahren könne man dieses Ziel ins Auge fassen. „Wer sich derzeit dem Gebäude nähert, bekommt eher ein Unbehagen“, räumte der Facharchitekt für historische Baudenkmäler ein. „Dieser Zustand wird sich aber in nächster Zeit ändern“, versicherte er.

Kandler sprach von „einem Vorprojekt“ und verdeutlichte an Hand von Standbildern auf Großleinwand wie z. B. in den weitläufigen Kellerräumen derzeit Handwerker mit entsprechenden Fachkenntnissen Strukturen aufdecken und unter gewaltigen Sandsteinbögen eine weiträumige Halle freilegen. „Das ist kein Kellerraum, sondern eher eine riesige Halle mit dominanten Ausmaßen“, so der Architekt. „Dieser wohl als Refektorium genutzte Großraum könnte heute in seinem Urzustand für repräsentative Veranstaltungen durchaus genutzt werden.“

An einzelnen Schwerpunkten mit den Außenmauern, den vier Ecktürmen und den Gesimseinfassungen verdeutlichte Kandler eindrucksvoll die dreidimensionale Erforschung des Gesamtkomplexes. Aus diesen Erkenntnissen könnten entsprechende Maßnahmen angegangen werden. Man könne mit einem millionenfachen Punktsystem das Objekt erfassen und einen Querschnitt durch das Gebäude aufzeigen.

Als vordringlich auszuführende Aktionen sollen in den nächsten Wochen die Arbeiten für eine Brücke mit dem Bau einer Baustraße aufgenommen werden. Mit dem Aufstellen von Gerüsten könne dann die gesamte Dachfläche entkernt werden. Damit solle vor dem Winter eine erste provisorische Absicherung geschaffen werden.

Der Fördervereinsvorsitzende Guido von Büren (Jülich) hatte zuvor die Kommende vorgestellt. Dabei verwies er unter anderem auf die Nähe zur römischen Heerstraße Via Belgica. Die Kommende habe einen „erhaltenswerten Repräsentationsanspruch“, auch wenn das das Ensemble seit Kriegsende vielfach vernachlässigt worden sei. „Es ist unser großes Ziel, die Kommende Siersdorf zu erhalten und einem neuen Nutzungskonzept zuzuführen.“

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