Siersdorfer Keller laufen trotz Schutz voll

Von: Adi Zantis
Letzte Aktualisierung:
8287198.jpg
Ein Überlaufbecken am Ende der Siersdorfer Heidgasse: „Warum bleibt es bei Starkregen und Überflutungen trocken?“, fragen sich besorgte Anwohner. Foto: Zantis

Siersdorf. Wie sich wiederholt gezeigt hat, können Überflutungsbecken bei starken Niederschlägen die Kanalsysteme erheblich entlasten. Daher wurde im Hinblick auf die derzeit auftretenden Wasserschäden nach Starkregen auch in den Medien auf derartige Entlastungsmöglichkeiten hingewiesen.

Hier bietet sich vor allem in den gefährdeten Wohngebieten die Möglichkeit zu einer kostengünstigeren Lösung zur Abhilfe bei überlasteten Kanalsystemen. Mit dieser Zielrichtung wurde auch im Siersdorfer Nordosten bereits Anfang der 80er Jahre ein Überlaufbecken an der verlängerten Heidgasse gebaut. Bei Überbelastung im Abwasserbereich sollte eine Pumpe, die mittels eines Schwimmers eingeschaltete wird, die auftretenden Wassermassen zum Auffangen in das Überlaufbecken pumpen.

Seit Jahren schon erweist es sich aber, dass diese Anlage in keiner Weise ihre Aufgabe erfüllt. „Bei Starkregen bleibt das Becken trocken“, haben die Anwohner festgestellt. Die Folge sind überflutete Keller und auch Wohnbereiche. Umgekehrt aber schaltete sich das Pumpsystem mitunter bei trockenem Wetter ein, so dass die „Hinterlassenschaften“ aus dem Hauptkanal im Becken schwimmen.

Auch in den vergangenen Wochen, als mit dem Pfingstgewitter und den folgenden Unwettern die Wassermassen zu Überflutungen in den Kellern und teilweise sogar in Wohnbereiche der angrenzenden Straßen führten, hat das Überlaufbecken nicht funktioniert. Dagegen wurden sogar mit dem Wassereinbruch in den Häusern – trotz Rückstauklappen – Fäkalien mit angeschwemmt. „Es gibt keine Fehler im System“, sagt die Aldenhovener Baudezernentin Anita Klotz auf Anfrage. „Die Pumpen waren alle in Betrieb und sind hundertprozentig gelaufen. Dies hat sich auch in einer Überprüfung des Bauhofs bestätigt!“

Gleichzeitig bedauert die Dezernatsleiterin die Folgen des Starkregens für die Anwohner. Ihre Empfehlung dazu: „Da muss jeder Hauseigentümer für sich sein eigenes Abwassersystem überprüfen.“ Die Dezernentin verweist im Bereich der groß angelegten Entwässerungseinrichtung in dem betroffenen Wohngebiet auch auf das von der Straße aus nicht sichtbare Naturbecken (Regenbecken). Im Zusammenschluss sind die Auffangbereiche der Anlage „ausreichend dimensioniert“ und „es gibt auch keine Fehlanschlüsse in der Rückstausicherung“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert