Siersdorfer bewundern Lettnerbogen in Bonn

Von: zts
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Auf dem restaurierten Lettnerbogen in der Bonner Ausstellung „Renaissance am Rhein” präsentiert sich vor allem die markante Madonna im Strahlenkranz als Patronin des Deutschen Ordens. Foto: Zantis

Siersdorf. Mit Stolz konnte eine Besuchergruppe der Siersdorfer Pfarre im Bonner LVR-Landesmuseum unter den zahlreichen Relikten im Rahmen der Ausstellung „Renaissance am Rhein” auch den nunmehr restaurierten Lettnerbogen aus der heimatlichen Ordenskirche St. Johannes bewundern.

In der Bezeichnung „Renaissance-Bogen” stellt der Lettner ein bedeutsames und einzigartiges Objekt der Schnitzerkunst des 16. Jahrhunderts dar.

Er ist um das Jahr 1520 zu datieren, wurde wahrscheinlich vom Komtur Conrad von Reuschenberg gestiftet und stammt aus der Werkschöpfung des „Meisters von Elsloo”. Aufgrund eines verstärkten Forschungsinteresses für diesen Bildhauer wurde der Bogen im Rahmen einer Diplomarbeit durch Chris Theile von der FH Köln mit der Betreuung von Diplom-Restaurator Marc Peez untersucht und restauriert.

Herzogtum Jülich-Berg und Kleve

Mit der sachkundigen Führung durch Guido von Büren (Kurator der Ausstellung und auch Vorsitzender des Fördervereins Kommende Siersdorf) sowie Kunsthistoriker Bernhard Dautzenberg wurde der 50-köpfigen Gruppe Interessierter aus Siersdorf eine umfassende Darstellung des gesamten Ausstellungskomplexes vermittelt. Unter den vielseitig präsentierten Relikten im Stilbegriff des 16. Jahrhunderts thematisiert die Ausstellung unter anderem auch das Herzogtum Jülich-Berg und Kleve mit der Epoche um den Jülicher Herzog Wilhelm V. Einzigartig darunter beispielsweise das bestens erhaltene und mit vielen Schnitzereien versehene Virginal (Tasteninstrument) des Herzogs aus der Zeit um 1568.

In einer außergewöhnlichen Zusammenstellung zeigt die Renaissance-Ausstellung das 16. Jahrhundert am Rhein, eine lebendige Epoche mit den wesentlichen Protagonisten von Fürsten, Gelehrten, Künstlern, Handwerkern und Bürgern. Sie zeigt in mannigfaltiger Darstellung das kreative Potential und die Bewältigung der neuen Herausforderungen, die mit der Wendezeit dieses Zeitalters verbunden waren.
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