Sieg im EM-Krimi lässt Fans auch im Jülicher Land jubeln

Von: ma.ho/Kr./vpu
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An die 300 Fans beim „Rudelgucken“ in Gereonsweiler.
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Die Feuerwehr Jülich bot zum Viertelfinale gleich zwei Mitfieber-Arenen: in der Fahrzeughalle und davor. Foto: Horrig/Kròl
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Public Viewing_Gereonsweiler
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Foto: Horrig

Jülicher Land. Der Elfmeter-Krimi zwischen Deutschland und Italien im Viertelfinale der Fußball-EM hat auch im Jülicher Land die Fans in Scharen zum Public Viewing gelockt – und am Ende natürlich begeistert. Die Feuerwehr Jülich vermeldet 525 Gäste, die fast ausnahmslos jubelten, schrien und hüpften, als Jonas Hector kurz vor Mitternacht den entscheidenden Elfer versenkte.

Auch im Kulturbahnhof Jülich verfolgten zwischen 500 und 600 Zuschauer die Übertragung. Geschäftsführer Cornel Cremer ist bislang hochzufrieden. Dem wechselhaften bis schlechten Wetter könne man im KuBa trotzen, weil die Möglichkeit besteht, die Spiele drinnen und draußen zu verfolgen.

Kleinere Autokolonnen setzten sich nach dem „historischen“ ersten Erfolg der DFB-Elf gegen Italien in einem Pflichtspiel in Bewegung.

Die Freude nach dem Erfolg war auch in Gereonsweiler groß. Zum fünften Mal bietet der FC Constantia „Rudelgucken“ bei einer Fußball-EM oder -WM auf dem Platz vor der Bürgerhalle an. Eigentlich könnte der Verein das Angebot auch nach drinnen verlagern, doch selbst bei Regen gibt es eine Vorliebe der Fans für das Open-Air-Erlebnis. Einige große Partyzelte sorgen dafür, dass die Gäste – durchschnittlich 200 bis 300 Zuschauer pro Spiel – trocken sitzen. Ein großer Lastenfallschirm, der mit Hilfe eines Krans aufgezogen wird, sorgt ebenfalls für überdachte Plätze. Der große Bildschirm steht auf einem Lkw-Anhänger so dass allen Zuschauern beste Sicht garantiert ist.

Inzwischen ist das Angebot noch mehr als ein „Dorf-Event“, der einmal geplant war. „Als wir mit dieser Geschichte anfingen, wollten wir vom Fußballclub einfach etwas für die Dorfgemeinschaft tun“, erklärt Vorsitzender Hartmut Mandelartz und ist stolz und glücklich, dass das ganze Dorf dahinter steht, wenn auch etliche Gäste aus der Umgebung Gereonsweiler ansteuern.

Ein halbes Jahr benötigt der Verein für die Planung, eine Woche nimmt der Aufbau in Anspruch. Mittlerweile ist die Technikausrüstung Eigentum des Vereins. Stolz berichtet Mandelartz, dass die Bierzeltgarnituren vom Münchener Oktoberfest stammen, wo sie preiswert erworben wurden.

Im Vorfeld des Viertelfinales wurden natürlich Aufstellung und Taktik der deutschen Mannschaft diskutiert, die mit Dreierkette antrat. Das wurde nicht nur vom ARD-Experten Mehmet Scholl kritisiert, aber: Ende gut, alles gut. Jetzt fiebern die Fans dem nächsten von hoffentlich noch zwei Public-Viewing-Erlebnissen entgegen: am Donnerstagabend gegen die Nordmänner aus Island oder Frankreich. In Jülich und Gereonsweiler ist man jedenfalls gerüstet.

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