Shakespeares Komödie in modernem Gewand

Von: dol
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Reumütig entschuldigt sich Titania (Judith Goebbels) bei ihrer Geliebten Oberonia (Kitty Steffens, v.r.) und will fortan nichts mehr von menschlichen Halbeseln (Sascha Pejovic, Mitte) wissen. Foto: Dolfus

Jülich. Eine höchst vergnügliche Inszenierung erlebten Schüler, Eltern, Lehrer, Freunde und sonstige Gäste des Literaturkurses der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums Zitadelle. Unter Leitung ihrer Lehrerin Sigrid Albers hatte das junge Schauspiel-Ensemble das Stück „Ein Sommernachts-Traum(a)” frei nach William Shakespeare einstudiert.

Auf der Bühne der Stadthalle entwickelte sich rasch das amüsante Verwirrspiel um diverse Liebespaare, Elfen und Kobolde. Während Theseus, König von Theben (Martin Smotrycki), nach überstandenem Krieg seine Hochzeit mit Hippolyta, Königin der Amazonen (Elena Hristodorova), vorbereitet, möchte sich die Tochter seines „Meisters der Lustbarkeiten” Philustrat (Philipp Nadolski), Hermia (Maxi von Klitzing), mit ihrem Geliebten Lysander (Daniel Kohlen) vermählen. Doch Theseus findet den Jüngling Demetrius (Lars Thelen) als Schwiegersohn passender.

In den hat sich wiederum Hermias beste Freundin Helena (Vera Steffens) hoffnungslos verguckt. Hermia und Lysander beschließen zu fliehen, geraten dabei jedoch ohne es zu ahnen im Stadtwald von Athen in einen Zwist der dort hausenden Elfenköniginnen Oberonia (Kitty Steffens) und Titania (Judith Goebbels). In der ganz modernen Fassung wurde hier übrigens aus Elfenkönig Oberon eine weibliche Figur, die mit Titania - „wie bei den Elfen üblich” - in gleichgeschlechtlicher Beziehung lebt.

Frecher Kobold Puck

Demetrius und Helena folgen Lysander und Hermia in den Wald und werden ebenso verhext. Denn dem frechen Kobold Puck (Anna Rybarczyk), der mit köstlichem Akzent sprach, passieren im Umgang mit der „Zauberblume vom Amazonas” allerlei Missgeschicke. Da verliebt sich Lysander plötzlich in Helena und Demetrius in Lysander. Eigentliche Zielscheibe des Liebeszaubers ist aber Elfenkönigin Titania, die sich in einen von Puck zum Halbesel verhexten Menschenmann (Sascha Pejovic) verliebt. Die eifersüchtige Oberonia wollte ihrer ehemaligen Geliebten damit einen Denkzettel verpassen.

Neben diesem an Späßen reichen Verwirrspiel greift auch noch eine vermeintliche Schauspielertruppe ins Geschehen ein, die eigentlich ein Attentat auf Theseus plant, um eine Demokratie in Athen zu installieren. Doch auch hier geht alles schief: Francis Flute (Burghard Plum) vergisst das Messer! Seine Kollegen Snuggle (Alexander Becke) und Anführer Peter Quince (Ren Kitten) machen ihre Sache so gut, dass Theseus sie begeistert befördert. Die anschließende Tortenschlacht bringt endlich auch die griesgrämige Hippolyta zum Lachen und das Happy End ist perfekt. Mit stehenden Ovationen quittierte das Publikum die gelungene, mit zahlreichen Gags gespickte Aufführung.

In weiteren Rollen überzeugten Silja Schäfer, Maike Imme und Saskia Grohmann als dienstbare Elfen. Das wunderbare Bühnenbild dekorierten Saskia Grohmann, Frauke Grützmacher und Marc Zaku. In der Technik saßen Alexander Conzen, Michael Kreutz und Markus Keller. Plakat und Programmheft gestalteten Silja Schäfer, Maike Imme und Michael Kreutz. Die zauberhaften Elfenkostüme nähte Inge Duwe.
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