Seniorenwohnanlage in Linnich eingeweiht

Von: Kr.
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Seniorenwohnanlage  in Linnich
Seniorenwohnanlage in Linnich eingeweiht: v. l. Heimleiter Gerd Thönnessen, Marlis Bange, Andreas Venrath und Geschäftsführer Raoul Pöhler. Foto: Król

Linnich. „Gut Ding will Weile haben.” In diesem Fall, so meinte Bürgermeister Wolfgang Witkopp bei der Einweihung der neuen Wohnanlage für Senioren und Behinderte „Am Mühlenteich” in Linnich, treffe der Volksmund ins Schwarze.

Lange habe es gedauert, doch das Ergebnis könne sich sehen lassen. Auf dem ehemaligen Gelände des Kindergartens der Katholischen Kirchengemeinde St. Martinus ist ein Haus entstanden, das 80 Senioren und behinderten Menschen Platz bietet. Ausschließlich Einzelzimmer mit dazu gehöriger Nasszelle wurden hier gebaut. Sie sind aufgeteilt in neun Wohngruppen mit sieben bis zehn Bewohnern. Hinzu kommen jeweils ein Aufenthaltsraum mit Küche und verschiedene Sitzgruppen.

Die Zimmer mit Telefon- und Kabelanschluss sowie Notrufanlage sind modern und funktional möbliert, sie können mit eigenen Möbeln ergänzt werden. Dem Haus angeschlossen sind sechs Wohnungen im betreuten Wohnen. Darüber hinaus befindet sich im Haus das Café/Restaurant „Jedermann”, dass allen offen steht. 40 alte Menschen haben das Haus bereits bezogen. Es werden jeden Tag mehr, wie Heimleiter Gerd Thönnessen erklärte. Wenn einmal alle Zimmer bezogen sind, werden 60 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hier eine neue Aufgabe finden.

1998, so erinnerte sich Raoul Pöhler, Geschäftsführer der Ursula Schmidt GmbH, Aldenhoven habe es erste Pläne gegeben, in Linnich ein solches Haus zu errichten. Mit großen Vorstellungen sei er gestartet, manches sei dazwischen gekommen und zeitweise habe er die Hoffnung schon aufgegeben.

Die Ursula Schmidt GmbH betreibt mit Gut Köttenich in Aldenhoven und der Einrichtung Am Wallgraben in Jülich bereits zwei Häuser im Nordkreis.

„14 Jahre ist eine lange Zeit, und heute bin ich umso glücklicher, dass es gelungen ist. Wir alle haben ein gutes Werk getan”, erklärte Pöhler und dankte den Mitarbeitern, Architekten, Handwerkern sowie dem Rat und der Verwaltung der Stadt. Auch der Nachbarschaft galt sein Dank: „Ich weiß, Sie haben gelitten. Danke für Ihre Geduld”, meinte er und betonte, dass er auf ein gutes Miteinander hoffe.

„Es könnte sein, dass wir alle einmal auf eine solche Einrichtung angewiesen sind”, schloss er sein Grußwort. Namentlich erwähnte er außerdem Marlis Bange und Andreas Venrath, die ihn stets unterstützt hätten. Gerade Letzterer, so Pöhler habe viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt. „Das ist auch mein Haus”, meinte daher Venrath.

Gottes Segen für das neue Haus erbaten Gemeindereferentin Gertrud Roeb und Superintendent Jens Sannig. „Wir stehen für ein partnerschaftliches Miteinander bereit”, betonte Gerd Thönnessen, der als letzter das Wort ergriff.

Seit dem 4. Juni sind seine Mitarbeiter und er vor Ort. Am 11. Juni zogen die ersten Bewohner ein. Er hat bereits Kontakt zum Krankenhaus aufgenommen, erste Vereine nutzten das Café für Veranstaltungen, der Frauenstammtisch wird einen offenen Bücherschrank hier einrichten. Im November wird es eine Vernissage geben. Trotz allem, so betonte er, bleibt das Kerngeschäft die Pflege und Betreuung. „Alte Menschen sollen hier ein neues Zuhause finden, nicht abgeschoben sondern aufgehoben und geborgen in unserer Mitte”.

Etwas ganz Besonderes hatte sich der Kirchenvorstand einfallen lassen. Er überreichte Gerd Thönnessen ein Kreuz, dieses Kreuz hatte zuvor immer an gleicher Stelle im katholischen Kindergarten gehangen.
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