Seniorenwoche macht Lust auf Wiederholung

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Der Seniorenarbeitskreis mit Koordinatorin Karin Krüger (Mitte) zeiht ein positives Fazit: Die erste Linnicher Seniorenwoche war so gut, dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben wird. Foto: Jonel

Linnich. „It‘s never too late“ steht auf einem Schmunzelbild, das eine Greisin mit wehenden Schößen in Easy Rider-Manier auf einem heißen Chopper zeigt. „Das war unser Aufhänger der Seniorenwoche“, erinnerte Karin Krüger, Jugend- und Seniorenbeauftragte der Stadt Linnich an den Initialfunken.

Die Seniorenwoche ist mittlerweile Geschichte, aber abgehakt ist sie noch nicht. Immerhin ist die Auswertung soweit gediehen, dass sich ein Fazit ziehen lässt. Das erfolgte jetzt im Seniorenarbeitskreis. „Das war an sich schon aufregend für uns als Ersttäter“, hatte Marlis Bange ihre Eindrücke für die Bilanzrunde schriftlich fixiert. Ihre Ansicht teilte die Runde uneingeschränkt, auch in der Schlussbemerkung: „Schade, dass so wenige Leute da waren.“

Und das war der wesentliche Kritikpunkt, der in der Arbeitskreisrunde immer wieder zur Sprache kam, auch mit der konsequente Weiterführung des Gedankens, wie dieses Manko bei zukünftigen Veranstaltungen abgestellt werden könnte. Denn das hatte sich schnell als feste Absicht herauskristallisiert: Eine 2. Seniorenwoche wird es geben. Vielleicht in etwas abgewandelter Form, aber ganz bestimmt.

Dafür waren die Eindrücke von der Erstauflage zu positiv. Rund 15 Veranstaltungen hatte es in dieser einen Woche gegeben. Sehr gut kamen die Konzerte zu Beginn und zum Abschluss der Woche an. Ein Höhepunkt war die Tagesfahrt nach Osnabrück, die, wenn auch nicht ausgebucht, von allen Teilnehmern gelobt wurde und neben einer spannenden Exkursion in die archäologische Aufarbeitung der berühmten Varus-Schlacht auch einen Abstecher in die Marienkirche und den Dom bot.

Ausgesprochen gut angekommen waren die Vorträge unter anderem zum Erstaunen von Karin Krüger der von der Polizei. Ebenfalls auf positive Resonanz stieß die Filmvorführung „Kalender Girls“.

Anspruchsvoll

Organisatorisch am anspruchsvollsten war fraglos die Seniorenmesse. Karin Krüger: „Die Resonanz war weitgehend positiv und mit konstruktiver Kritik.“ Einer dieser Kritikpunkte betraf die Aufteilung der Messe auf drei Standorte. „Das werden wird zusammenziehen in einem Standort im nächsten Jahr.“ Ein weiterer Punkt, an dem der Arbeitskreis ansetzen will, ist die Werbung. „Wir müssen präsenter sein“, lautete die einhellige Meinung. Trotz der durchweg qualitativen Veranstaltungen und einer breiten Ankündigung drängte sich den Organisatoren der Eindruck auf, dass vielen die Seniorenwoche mit ihrem attraktiven Programm nicht bekannt war. „Es braucht vielleicht auch was länger, um bekannter zu werden“, war eine Schlussfolgerung des Fazits. Eine weitere setzte da an: „Wir wollen uns nicht entmutigen lassen.“

Als überaus positiv empfunden wurde der Zuspruch und die Unterstützung, auf die die Organisatoren der Seniorenwoche bei den Vereinen und in der Linnicher Stadtverwaltung stießen. Eine Reihe von Mitarbeitern, Bürgermeister und Beigeordneter nicht ausgenommen, hätten sich ehrenamtlich in den Dienst der Senioren gestellt. Das gelte uneingeschränkt auch für alle Linnicher Einrichtungen, die in der Seniorenbetreuung tätig seien, lobte der Seniorenarbeitskreis. Vielleicht, so die Hoffnung, erweitert sich dieser Kreis im nächsten Jahr noch um die Kirchengemeinde in Linnich, die sich an der Premiere der Seniorenwoche nicht beteiligt hatten.

Ein Manko wird bis zum nächsten Jahr nicht behoben sein: Linnich hat keine größere Versammlungs- geschweige denn eine Veranstaltungsstätte. Das wiederum bedeutet: Was auch immer während der Seniorenwoche geplant ist, wie die Seniorenmesse, findet unter freiem Himmel statt. In diesem Jahr hat es ausgerechnet am Tag der Messe so gestürmt, dass aufgestellte Pavillons umgeweht wurden.

Finanziell, und auch das gehört in ein Fazit, war die 1. Seniorenwoche kein Abenteuer. „Wir sind fast mit den Sponsorengeldern hingekommen.“ Nur einen kleinen Beitrag aus dem Budget der Seniorenarbeit habe man zusteuern müssen, sagte Karin Krüger.

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