Seniorenfahrer sind weitaus besser ihr Ruf

Von: ptj
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Fototermin für „bewährte Kraftfahrer” in Vorbildfunktion: Für 30 bis 60 Jahre Führerscheinbesitz ohne Punkte in Flensburg stiftet die Deutsche Verkehrswacht eine Auszeichnung. Foto: Jagodzinska

Koslar. In einer kleinen Feierstunde im neuen Schulungsraum am Verkehrsübungspark zeichnete die Verkehrswacht Jülich insgesamt zwölf „bewährte Kraftfahrer” aus. Als solcher gilt, wer sich nach jahrzehntelanger Fahrzeit als verkehrssicher bewährt hat.

„In der Auszeichnung steckt auch unser Wunsch nach einem weiteren vorbildlichen Verhalten”, betonte Hartmut Dreßen, Vorsitzender der Verkehrswacht.

Fahrer müssen Antrag stellen

Zur Ehrung wurden Urkunde, Ausweis und Anstecknadel, beziehungsweise Brosche für die Damen überreicht sowie ein Berechtigungsschein zum einmaligen Bezug einer (kostenpflichtigen) Fahrzeugplakette durch die Deutsche Verkehrswacht in Bonn. Nachteil ist, um als „bewährter Kraftfahrer” geehrt zu werden, muss ein Antrag gestellt und für das Überprüfungsprozedere beim Verkehrszentralregister in Flensburg eine Bearbeitungsgebühr gezahlt werden.

Etwaige gerichtliche Bestrafungen oder Verhängungen von Bußen oder Fahrverboten müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits getilgt sein. Die Jülicher Verkehrswacht zeichnet stets im September aus, Anträge sollten bis Juli gestellt werden.

Gerne fügte Geschäftsführer Erich Freiburg noch einige Details hinzu: Wer zwei Punkte hat und kurz vor Ende der Tilgungsfrist in der Annahme einer baldigen Tilgung noch zwei weitere „sammelt”, schleppt vier Punkte mit sich herum. Auch gilt es, eine „Überliegefrist” zu beachten, eine Art Bewährungsjahr nach den zwei Jahren zur Tilgung von Punkten in Flensburg.

Selbst gebastelte Auszeichnung

Die Ehrung, die bei zehn Jahren beginnt, „bricht bei 50 Jahren ab”, bedauerte Dreßen.

Er will diesbezüglich bei der Deutschen Verkehrswacht einen Änderungsantrag stellen, denn häufig sind „ältere Fahrer besser als ihr Ruf”, das heißt „erfahrener, umsichtiger und weniger risikobereit”. Für Engelbert Wolfgang Swierzy aus Aldenhoven, einziger Geehrter für 60 Jahre, hat die Jülicher Verkehrswacht eine Auszeichnung mit Lorbeerblatt und Brillanten „selbst gebastelt”. Zudem gab es ein Zusatzpräsent in Form eines Tellers mit der Schlosskapelle Jülich als Motiv.

Dreßen bot die 12-Teilnehmer-starken Sicherheitstrainingskurse der Verkehrswacht an, „um noch sicherer und noch besser Auto zu fahren”. Dabei wird geprüft, „was das Fahrzeug (noch) kann und Sie (noch) können”.

Im vergangenen Jahr wurden fast 200 Kurse abgehalten und 9520 Fahrzeuge im Übungsbereich gezählt. Bereits am 11. November findet der nächste Kurs für 60+, 70+ und 80+ statt - mit vorheriger Anmeldung.

Verdiente Kraftfahrer

Für 60 Jahre bewährtes Fahren wurde Engelbert Wolfgang Swierzy (Aldenhoven) geehrt. Maria Adelheid Schumacher (Jülich), Anneliese von Wirth (Titz), Adele Jörres (Linnich) in Abwesenheit, Walter Josef Ernst (Jülich), Martin Elsner (Aldenhoven), Arnold Wilhelm Frauenrath und Siegfried Albert Weinhold (beide Jülich) wurden für 50 Jahre bewährtes Kraftfahren ausgezeichnet.

Für 40 Jahre sicheres Fahren erhielten Johann-Peter Willms (Titz), Georg Helmut Peters (Aldenhoven) und Paul Odenthal (Jülich) eine Urkunde, Karl Frechen (Jülich) für 30 Jahre.
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