Senioren-Wohnungen in Jülich dringend benötigt

Von: -vpu-
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Jülich. Im Vorfeld der Kommunalwahlen hatte der Seniorenbeirat der Stadt Jülich alle im Rat vertretenen Fraktionen mit einigen Fragen konfrontiert und um Beantwortung gebeten. CDU, SPD, Jül, Grüne und FDP sind dieser Bitte nachgekommen und sehen zum Beispiel in der gesperrten Kirmesbrücke zwischen Stadt und Brückenkopf-Park ein großes Problem.

Der Seniorenbeirat hatte auf den beschwerlichen Umweg seit über einem Jahr hingewiesen. Von „unverständlich“ (Jül), „bedauerlich“ (SPD), „ärgerlich“ (FDP) bis „ein Problem“ (CDU) reichen die Reaktionen. Die Grünen schlagen mit der Verlagerung des Kassenbereiches zur Fläche des früheren Hauses Hesselmann eine Übergangslösung vor. Sie verweisen zudem auf die nach ihren Angaben vom Landrat angekündigte Anbindung des Parks und des Gästehauses an den Öffentlichen Personen Nahverkehr. Das steht allerdings bislang aus.

Der Beirat selbst kann die lange Wartezeit nicht nachvollziehen und schlussfolgert in Sachen Kirmesbrücke: „Instandhaltungen müssen früher angefangen werden und nicht erst dann, wenn es nicht mehr weitergeht.“

Der Seniorenbeirat sieht zudem dringenden Bedarf an altersgerechten und bezahlbaren Wohnungen – und findet auch hier inhaltlich die Unterstützung aller Ratsfraktionen. CDU und SPD regen konkret an, die Stadtentwicklungsgesellschaft hier stärker in die Pflicht zu nehmen, Investoren zu finden. Die Grünen schlagen vor, dass die Stadt Grundstücke für seniorengerechte Wohnungen zur Verfügung stellen soll.

Das Projekt Bürgerbus für die Stadt Jülich und ihre Ortsteile ist auf dem Weg und scheint überfällig zu sein. Denn alle fünf Fraktionen sehen in diesem durch ehrenamtliches Engagement getragenen ÖPNV-Bestandteil schlechthin die Möglichkeit, auch für Seniorinnen und Senioren die Mobilität zu erhöhen. Der Seniorenbeirat weist konkret auf die Schwierigkeiten für betagte Menschen hin, aus den Ortsteilen die Jülicher Innenstadt zu erreichen, um kulturelle Veranstaltungen zu besuchen oder auch nur einzukaufen. Die Lobby für Ältere in der Herzogstadt regt seinerseits an, ein Buchungssystem für den Bürgerbus einzurichten, sobald der „startklar“ ist.

In seinem Vorstoß hat der Seniorenbeirat auch nach Möglichkeiten gefragt, die Grünanlagen und öffentlichen Einrichtungen der Herzogstadt besser sauber zu halten: wie zum Beispiel Wallgraben, Zitadellenweg mit Künette, Ruruferradweg und das Umfeld des Bahnhofes.

Hier ist nach Meinung der Kommunalpolitiker einerseits ein stärkeres Engagement des Bauhofes vonnöten, das allerdings auch mehr Personal erforderlich mache. Daneben seien freiwillige Säuberungsaktionen nach dem Vorbild des Frühjahrsputzes ein Mittel, regen CDU, Grüne und FDP an. Den Vorschlag der Union, noch mehr Papierkörbe aufzustellen und diese häufiger zu leeren, hat der Seniorenbeirat schon 2013 aufgegriffen: Die sollten zum Beispiel am Rundweg um die Zitadelle aufgestellt werden, da sich dort kein einziger befinde.

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