„Senioren helfen Senioren”: Hilfe für ältere Bürger

Von: gep
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Startschuss für den ehrenamtlichen Reparaturdienst: Amtsleiterin Katarina Esser (vorne) mit Aktivisten von „Senioren helfen Senioren”. Foto: gep

Jülich. Die Stadt Jülich greift älteren Mitbürgern unter die Arme - mit dem neuen Service „Senioren helfen Senioren”. Wenn eine Glühbirne ausgetauscht werden muss oder der Wasserhahn in der Küche tropft, rückt jetzt auf Anforderung einer von acht rüstigen Rentnern aus, um Abhilfe zu schaffen.

Wie zum Beispiel Theo Granterath (62). Der gelernte Gas- und Wasserinstallateur will sich noch „ein bisschen beschäftigen” und gleichzeitig „alten Menschen helfen”. Oder Friedrich Backhaus (65). Der ehemalige Chemie-Ingenieur und Umwelttechniker am Forschungszentrum Jülich (FZJ)„findet den neuen Service gut”. Bei „Senioren helfen Senioren” ist er zudem mit anderen Leuten zusammen wie früher am FZJ. „Das fehlt mir etwas als Rentner”, sagt er. Und auch Jakob Cremer (63), ein ehemaliger Landwirt, packt mit an - etwa um den Rasen zu mähen oder Blumenkästen zu bepflanzen.

An der Hotline sitzt Renate Hövelmann (75). Die frühere Sozialarbeiterin sagt: „Das kann ich noch gut machen.” Und Dietlinde Jost (80), die im Seniorenbeirat mitarbeitet, beteiligt sich ebenfalls am Telefondienst, denn sie findet dieses Projekt „sehr gut”. Insgesamt sind es zehn ältere Damen, die die Reparaturaufträge entgegennehmen und dann deren Erledigung organisieren.

Dabei „geht es um „kleine Hilfen in Haushalt und im Garten”, erläutert die Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend und Sozialplanung, Katarina Esser. Keinesfalls werde der neue Service den Handwerksbetrieben Konkurrenz machen.

Die Palette der Rentner-Truppe umfasse etwa: Austausch von Leuchtmitteln, Abdichten von Wasserhähnen, Türen oder Schlösser ölen, lose Holzteile leimen, Bilder aufhängen, defekte Türschlösser austauschen, Knöpfe annähen oder lose Säume festnähen. Die Stadt wolle damit ihren älteren Mitbürgern „das Leben leichter machen”, sagt Esser.

Knapp 7000 Jülicher sind derzeit älter als 60 Jahre, und viele wollten so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben, auch wenn die Hilfe durch Verwandte und Nachbarn „nicht immer funktioniert”, sagt Esser.

Die Aktivisten von „Senioren helfen Senioren” erledigen die „kleinen Reparaturen” kostenfrei, nur die Fahrkosten (0,30 Euro pro Kilometer) und die Materialkosten müssen erstattet werden. Versichert ist die Handwerker-Kolonne, die ihr eigenes Werkzeug nutzt, über die Stadt Jülich.

Natürlich würden noch „weitere Mitstreiter gesucht”, sagt Esser.

Und sie denkt schon weiter: Vielleicht kann eines Tages auch ein Service auf die Beine gestellt werden, dessen ebenfalls ehrenamtliche Aktivisten für ältere Mitarbeiter Einkäufe erledigen oder diese zum Arzt begleiten. Denn auch in der Herzogstadt schreitet die Alterung der Bevölkerung unaufhaltsam voran.

So wird´s gemacht: Kontakt zum neuen Service

Jeden Mittwoch ist der Service „Senioren helfen Senioren” telefonisch von 10 bis 11 Uhr unter 02461/63289 erreichbar. Hier wird der Auftrag erfasst und die dessen Erledigung organisiert.

Der Helfer setzt sich mit dem Auftraggeber dann in Verbindung.

Der Service kann aber auch auf anderem Wege kontaktiert werden. Ein städtischer Flyer enthält ein Kontaktformular. Dieses kann - ausgefüllt - an der Infotheke des Rathauses abgeben werden oder per Post an Stadt Jülich - Amt 56, Große Rurstraße 17, 52428 Jülich, abgeschickt werden. Möglich ist auch eine Meldung per Mail an: seniorenreparaturdienst@juelich.de

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