Sendemasten auf Merscher Höhe werden verschrottet

Letzte Aktualisierung:
merscherhöhebu5sp
Zum Zerlegen des mit 100,5 Meter höchsten Mastes der Merscher Sendeanlage benötigt Facharbeiter Bedri Kiyak zweieinhalb Arbeitstage.Zurück bleiben 120 Tonnen Stahlteile. Foto: hfs.

Jülich. Das ehemalige Kurzwellenzentrum Jülich der Deutsche Welle, 1956 erstmals in Betrieb, wird dem Erdboden gleichgemacht. 32 von 34 Sendemasten auf der Merscher Höhe werden verschrottet, zwei bleiben als Denkmal stehen.

Das erklärt der Geschäftsmann Herbert Bollmann, Gelsenkirchen, der das Areal mit einer Investorengruppe erworben hat.

1200 Tonnen Stahl gehen in die Wiederverwertung. Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Bollmann will auf der Merscher Höhe einen Freizeit- und Campingpark mit Hotel einrichten, doch die Stadt Jülich hat massive Bedenken angemeldet.

1996, kurz nach der Privatisierung der Anlagenbetreibers Deutschen Bundespost, stellte die Deutsche Welle die Nutzung der Sendeanlagen in Jülich ein.

2006 erwarb der britische Multimillionär Robert Edmiston das Areal. Der Autohändler ist der Gründer des Missionswerks Christian Vision. Anfang 2008 wurde die Sendeanlage dann von der Telekom-Tochter T-Systems an die Christian Vision-Mediensparte CVC übergeben.

CVC setzte die Anlage für analoge und DRM-Ausstrahlungen in verschiedenen Sprachen für Hörer in Europa, Afrika, dem Mittleren Osten, Russland und Westasien ein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert