Selgersdorfer Prunksitzung macht ihrem Namen Ehre

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Ulk-Präsident Karl-Heinz Wahn (am Mikrofon) hatte eine angenehme Aufgabe. Vor einem begeisterten Publikum führte er durch ein hochkarätiges Programm. Foto: Emde

Selgersdorf. Der größte Star des Abends im großen Festzelt war das Selgersdorfer Publikum. Im festlich geschmückten Zelt in Rot-Weiß dominierte das fantastische Bühnenbild, das eine Häuserfront in Selgersdorf zeigte, deren Fenster diskrete und indiskrete Einblicke durch die Fenster erlaubten.

In bester Karnevalsstimmung wurde gefeiert, gesungen und geschunkelt. Diese Feierstimmung hielt den Spannungsbogen von Beginn bis Ende des bunten Programms, bei dem sich Wort, Tanz – und Musikbeiträge in gut geplanter Folge abwechselten.

Schon das erste große Bühnenbild mit dem Traditionskorps bestehend aus rund 100 Aktiven der Altstädter Köln führte mitten in das Karnevalsgeschehen. Die farbenprächtigen Uniformen, Garde- und Mariechentanz sowie die alten Lieder zum Mitschunkeln und Mitsingen heizten die Stimmung an.

Parodierte Lieder

Präsident Karl-Heinz Wahn begrüßte die Gäste und führte gutgelaunt und charmant durch das Programm. Blom und Blömchen parodierten in ihrem Beitrag kölsche Lieder. Mit Hilfe verschiedenster Kostümierungen schlüpften sie in die Rollen von bekannten Sängerinnen und Sängern. Sie ließen aber auch die alten Lieder von Willi Ostermann wieder aufleben.

Ein weiteres Highlight folgte mit der optischen, tänzerischen und akrobatisch perfekten Tanzformation der Gruppe „De Höppemötzjer“ aus Köln. Großen Lacherfolg hatte der kabarettistische Beitrag von Jürgen Beckers, „Ne Hausmann“ aus Alsdorf. Er beleuchtete „Szenen einer“ Ehe und dokumentierte die Änderung bei der Wahl der Fernsehprogramme. Auch das Lehrerdasein des Künstlers fand seinen Niederschlag. Heftig beklatscht wurde seine Zugabe, bei der Hausmann von den veränderten Gegebenheiten bei Klassenfahrten berichtete.

Humorvolle Parodien mit stimmungsvollen Liedern der 3 Colonias, bei der kölsche Melodien mit caribic Feeling versehen wurden, und der eingängige neue „Muh“- Song der Truppe animierten zu Schunkeln und Mit klatschen.

Dönschen aus dem Ehe- und Alltagsleben erzählte Ne Knallkopp aus Köln, natürlich aus der Sicht des „liebenden“ Gatten, der seine „Alte“ am liebsten los wär.

Große Bühne war für den Auftritt der Prinzessin Katharina I. (Gros) und ihren Hofstaat, den Hoppi Toppis, angesagt. Nach ihrem Motto „Eine für Alle, Alle für Eine“ erfolgten Ansprachen und Ehrungen. Katharina I. gab diesem Motto noch einmal musikalischen Ausdruck und glänzte als begabte Sängerin mit ihrem Mottolied „Zesamme“.

Eher traurige Szenen einer Ehe brachten „Die Beckendorfer Knallköpp“ in einem Zwiegespräch, bei dem das Ehepaar in der „Blüte der Arterienverkalkung“ seine Schwächen aufzählte, „Liebenswürdigkeiten“ austauschte, die in dem verbalen Refrain „Heul doch“ gipfelten.

Die Post ging wieder ab bei dem Auftritt der Rheinveilchen, die schwungvoll und mit vielen akrobatischen Elementen fetzige Tänze und ein prächtiges Bühnenbild boten.

Sehr lebendig gestaltete Guido Cantz seinen Auftritt. Als Ehrensenator der KG Ulk hat er durchaus ein Heimspiel in Selgersdorf. Er folgerte er aus einem Gespräch mit der Prinzessin, dass es in Selgersdorf wohl viele gutaussehende Männer gibt, die jedoch alle leider schon vergeben sind.

Sein Vorschlag, dass Rauchern ein ermäßigter Eintrittspreis zusteht, da sie so viel vom Programm verpassen, stieß auf große Resonanz. Den Karnevalsjecken im Saal gab er noch ermahnend mit, dass sie ihr Auto stehen lassen und lieber mit dem ADAC Hubschrauber den Heimweg antreten sollten. Seine Definition eines Sitzungspräsidenten „VV = Veranstaltungsvollster“ traf zum Glück auf Karl-Heinz Wahn nicht zu.

Der Auftritt der „Funky Marys“ heizte noch einmal ein und sorgte für eine ausgelassene Stimmung. Mit kölschem Charme und super Songs begeisterten die jungen Damen.

Fulminanter Schlusspunkt

Nach einem sportlich fetzigen Tanz der Formation von Schwarz-Gelb Jülich setzte sich diese Stimmung fort, denn „Hätzblatt“ kam! Der Garant für einen fulminanten Schlusspunkt jeder großen Ulksitzung in Selgersdorf brachte den Saal zum Kochen. Neben dem mittlerweile Klassiker „Lieber kleiner Schmetterling“ gab es viele Lieder zum Mitsingen und Mitschunkeln. Eine Klasse Sitzung der Selgersdorfer KG Ulk.

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