Selgersdorf stellt Urteilsfindung in Frage

Von: hfs.
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Selgersdorf. „Die Spruchkammer ist ein Gremium, das Recht sprechen soll. Dies hat etwas mit Gerechtigkeit zu tun. Wir Selgersdorfer haben diese Gerechtigkeit bisher nicht erfahren dürfen.” Schweres Geschütz fährt der C-Ligist SV Selgersdorf auf.

In einem Fax - Absender ist der Ehrenamtsbeauftragte des Vereins und stellvertretende Kreisfußball-Vorsitzende Willi Gehlen - unterstellt man der Kreisspruchkammer, bei Entscheidungen „bedauerlicher Weise keine klare Linie erkennen zu lassen”.

Wut und Enttäuschung

„Wir Selgersdorfer fühlen uns verschaukelt”, so die Aussage. „Wut und Enttäuschung bei den Verantwortlichen und der Mannschaft des SV Selgersdorf” ziehen zwei Urteile nach sich, die die Spruchkammer unter Vorsitz von Robert Deller aussprach. In beiden Fällen geht es um Vorkommnisse, die sich bei Meisterschaftsspielen des SV auf eigenem Platz abspielten.

Die letzte Sitzung des Spruchkammer war notwendig geworden, weil die Partie zwischen Inden/Altdorf II und Selgersdorf am 4. September beim Stande von 1:1 in der 89. Spielminute vom Schiedsrichter abgebrochen wurde.

Als Ergebnis der Beweisaufnahme stellte die Spruchkammer fest, dass es, so auch entsprechende Zeugenaussagen, während des Spiels von außen zu verbalen Attacken Inden/Altdorfer Zuschauer in Richtung Schiedsrichter kam - von teils beleidigendem Charakter, stellte Robert Deller als Spruchkammer-Vorsitzender fest.

Als die fünf „Fans” auch den Platz betraten, pfiff der Unparteiische ab. „Ich lasse mich doch von denen nicht verarschen”, notierte der Schiedsrichter, hielt aber auch fest, dass diese Störer den Platz sofort verließen, als sie vom Spielführer der Gäste dazu aufgefordert wurden.

„Eine vermeintliche Verarscherei kann kein Kriterium sein, ein Spiel abzubrechen”, hieß das Spruchkammerurteil, das Robert Deller auf Nachfrage nochmals bestätigte. Er sieht sich auch im Nachhinein mit seinen Beisitzern darin bestätigt, „dass das Spiel neu anzusetzen war”.

Vorkommnisse nach dem Spielabbruch durften bei der Urteilsfindung „keine Rolle spielen, denn schließlich passierten sie nach dem Spiel”. Denn da hatte sich ein Inden/Altdorfer Spieler dazu verleiten lassen, dem Unparteiischen einen Schlag zu versetzen. Als der Schiedsrichter beim Verlassen des Spielfelds bedrängt wurde, machte ein Akteur eine Handbewegung in Richtung Unparteiischem. Der drehte sich weg, bekam einen Schlag auf den Kopf.

„Dafür wurde dieser Akteur mit einem Spielverbot für acht Monate belegt”, sagt Deller und ergänzt, dass „diese Sperre und die Neuansetzung absolut nichts miteinander zu tun haben”. So kann er denn auch nicht verstehen, dass nun seitens des SV Selgersdorf „Stimmung gegen die Spruchkammer” gemacht wird. „Es werden Äpfel mit Birnen verglichen, für mich völlig unverständlich.”
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