Selbstverteidigung und Disziplin im Mittelpunkt

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Jülich. Die ganze Sporthalle scheint in Bewegung zu sein. Kinder, Jugendliche, Erwachsene sind engagiert bei der Sache. Trotzdem ist es zwischen den einzelnen Lauten der Anstrengung erstaunlich ruhig. Trainingszeit beim Taekwondo-Verein Han Kook Jülich.

Mittendrin statt nur dabei: Der neue Vorstand. Nur Vorsitzender Ralf Theisen ist derzeit Zaungast, da er wegen einer Verletzung nur eingeschränkt seinen Sport betreiben kann.

Er ist der Mann, bei dem die Fäden zusammenlaufen. „Wir sind ein Familienbetrieb“, erklärt Ralf Theisen. Die Eltern kämen zuerst mit ihren Kindern „und bleiben dann dem Verein treu“. Das gelte auch, wenn die „Kinder“ des Studiums oder der Ausbildung wegen Jülich verlassen würden. Geschätzt wird, dass den Vereinsmitgliedern viele Hallenzeiten zur Verfügung stünden: Fünf Trainingseinheiten pro Woche können genutzt werden, „Außer Dienstag und Sonntag kann jeden Tag Sport gemacht werden, so dass auch berufstägige passende Zeiten für sich finden können“, spricht Vize-Vorsitzender Klaus Hildebrand aus Erfahrung. Darüber hinaus werden auch in den Ferien in den ersten vier Wochen Übungszeiten angeboten.

„Wir sind gut aufgestellt“, betont Trainer Alex Neumann, dann fällt ihm aber noch ein: „Gesucht wird noch ein Trainer für Kinder bis 14 Jahren.“ Überwiegend, so ergänzt er, seien die Kinder allerdings im Grundschulalter. Mitbringen soll ein Bewerber einen Übungsleiterschein für Kinder und Jugendliche.

Am Mann trainiert

Han Kook Jülich legt den Schwerpunkt seines Trainings nicht auf den Wettkampf, erklärt Neumann. Selbstverteidigung und Zweikampf stehen im Mittelpunkt: „Schon Anfänger werden bei uns am Mann trainiert – und das nicht erst seit Silvester in Köln. Das ist kein neues Konzept.“ Außerdem sei Selbstverteidigung Generationen-übergreifend und für alle Altersklassen geeignet – auch mit 70 Jahren noch. „Wer das Bein nicht mehr so hoch bekommt, trainiert eben an seine körperliche Verfassung angepasst.“ Eine einzige Bedingung knüpft der Trainer an eine Teilnahme: „Alle müssen eine gewisse Disziplin mitbringen.“

Fester Bestandteil sind außerdem Zirkeltraining für die Kondition und ein Stretching Programm, das aus dem Yoga bekannt ist.

Fest im Angebot sind außerdem Fortbildungen beim Kreissportbund.

Neu aufgestellt hat sich der Verein nach den turnusmäßigen Wahlen im Frühjahr. Um Ralf Theisen als Vorsitzenden scharen sich die Kämpfer: Klaus Hildebrand als 2. Vorsitzender, Robert Wichmann als Schatzmeister, Lars Bergemann als Sportreferent „Kampf“, in Doppelfunktion als Trainerin und Lehrerereferentin Michaela Müller und ebenfalls mit zwei Mandaten Trainer und Schriftführer Alex Neumann. Einschneidende Veränderungen stehen an. Zunächst soll die Satzung geändert werden. „Die alte ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Theisen. 1981 war der Verein von Taekwondo-Weltmeister, Meister Kim, der damals an der Fachhochschule studierte, gegründet worden. Außerdem wird in seinem 35. Jahr der Verein Han Kook seinen „Meister“ verlieren. Meister Che wechselt zu einem neuen Verein in Aachen.

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