Sekundarschule wird beantragt

Von: -vpu-
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Jülich. Eine historische Entscheidung fiel im Jülicher Ausschuss für Jugend, Familie, Schule und Sport ebenso einvernehmlich wie still.

Ohne jede Stellungnahme hat sich das Gremium für die Gründung einer Sekundarschule ausgesprochen und damit auch das mittelfristige Ende von Real- und Hauptschule in Jülich (bis 2017) eingeläutet.

Formsache im Rat

Wie bereits berichtet („Die Jülicher Bildungslandschaft verändert sich”) hatte ein Arbeitskreis alle zu klärenden Fragen in den letzten Wochen bearbeitet und beantwortet.

Da in Abstimmung auch mit den beteiligten Schulen nach Angaben der Stadtverwaltung und unter Beteiligung aller Ratsfraktionen Einvernehmen erzielt worden ist, ist der ausstehende finale Beschluss des Stadtrates wohl nur noch Formsache.

Das bedeutet: Die Stadt Jülich wird beim Land die Einrichtung einer Sekundarschule zunächst im Gebäude der Realschule am Aachener Tor beantragen.

Konzept bis Dezember

Bis Dezember wird nun auch unter externer Mithilfe, wie Dezernentin Katarina Esser am Donnerstag darlegte, ein Schulkonzept entwickelt.

Die neue Einrichtung soll dann zum Schuljahr 2012/2013 ihren Betrieb am Aachener Tor aufnehmen und nach Sanierung des Schulzentrums Linnicher Straße 2014 dorthin umziehen.

Die jetzigen Klassen von Haupt- und Realschule laufen parallel weiter bis 2017 und dann aus.

Die Stadt Jülich hat mit diesem von allen politischen Seiten und den Schulen getragenen Beschluss ihre Bildungseinrichtungen so schnell und früh neu strukturiert wie keine andere Kommune im Nordkreis.

Das Vorgehen trägt dem demografischen Wandel Rechnung. Schon in naher Zukunft wird sich laut kreisweiter Schulentwicklungsplanung die Zahl der Grundschüler - also der zukünftigen „Kundschaft” der weiterführenden Schulen - um 50 Prozent von 1500 auf 1000 reduzieren.

Nicht überlebensfähig

Vor allem die Hauptschule GHS Ruraue und etwas später auch die Realschule wären in absehbarer Zeit allein kaum überlebensfähig. Durch die Verschmelzung und Neuausrichtung in einer Sekundarschule aber bleibt die komplette Palette der Schulabschlüsse erhalten.
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