Sekundarschule Jülich: Die neue Schulform etabliert sich

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Thomas Rachel (r.) unterhielt sich bei seinem Besuch angeregt mit den Sekundarschülern und deren Schulleiterin Angelika Lafos (2.v.l.) Foto: Schule

Jülich. Die Schullandschaft im Kreis Düren verändert sich auf Grund des demografischen Wandels. Deswegen nutzte der Bundestagsabgeordnete des Kreises Düren, Thomas Rachel MdB (CDU), gerne die Einladung von Angelika Lafos, Schulleiterin der noch jungen Sekundarschule Jülich, um sich vor Ort ein Bild von der neuen Schule zu machen.

Aber nicht nur die Schule ist neu, sondern auch die Lern- und Arbeitsformen sind hochmodern und innovativ. Neben neuen Organisationsstrukturen, der Reflexion von bestehenden Lerninhalten und Methoden und der Teamarbeit wird besonders viel Wert auf eine wertschätzende Beziehungskultur an der Schule gelegt. Thomas Rachel, der zugleich Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung ist, zeigte sich begeistert von der Lernatmosphäre an der Schule.

„Wir lehren das Leben“, fasste Schulleiterin Lafos den ganzheitlichen Ansatz der Schule zusammen. Ziel sei es, die Kinder individuell und entsprechend ihrer Begabungen zu fördern, so die Schulleiterin weiter. „Wir haben eine Verantwortung den Kindern gegenüber.“ Dass dieser Ansatz in Jülich auf fruchtbaren Boden fällt, zeigt der ungebremste Ansturm auf die Sekundarschule. Auch in diesem Jahr verzeichnet die Schule an der Linnicher Straße wieder über 140 Anmeldungen. Mit fast 600 Schülern in bis dahin vier Stufen macht sich die Sekundarschule im neuen Schuljahr auf den Weg, eine der größeren Schulen im Nordkreis zu werden.

Um jedem Kind gerecht zu werden unterscheidet sich der Schulalltag an der Sekundarschule. Der Ganztag wurde genutzt und der Schultag grundsätzlich umstrukturiert. Dieser besteht aus verschiedenen Säulen: Dem Lernbüro, dem Fachunterricht, den Projektzeiten und den Werkstätten. Praktisch sieht das so aus: Im Lernbüro arbeitet der Schüler individuell, im eigenen Tempo und Niveau. Dazu gibt es in der Regel drei verschiedene Schwierigkeitsgrade. Die Fachlehrer begleiten die Schüler dabei beratend und unterstützend.

In den Projektzeiten lernen die Schülerinnen und Schüler im Team, erarbeiten Fragen und recherchieren weitgehend selbstständig, bevor sie anschließend ihre Ergebnisse präsentieren. Die dritte Säule der neuen Organisationsstruktur bilden die Werkstätten. Hier finde ein „aktiv handelnder Unterricht“ statt, zum Beispiel eine Werkstatt Gestalten, Kochen oder Ackerbau. In einem Logbuch werden die Projekte eingetragen und Zielvereinbarungen mit den Schülern schriftlich festgehalten, erklärte Angelika Lafos. Das Logbuch ist damit ein Werkzeug zur Planung, Dokumentation und Kommunikation aller Beteiligten.

Es dient zur intensiven Beratung und als Gesprächsgrundlage für Schüler, Lehrer und Eltern. Dadurch entstehe eine permanente Transparenz, so die Schulleiterin.

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