Seit 50 Jahren eine starke und streitbare Gemeinschaft

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Eine ebenso, harmonische wie streitbare Gemeinschaft bilden die Dürboslarer „Radaubrüder“ seit mittlerweile fünf Jahrzehnten. Foto: André Kleinermann.

Dürboslar. „Gut Holz, gut Holz, gut Holz...Holz...Holz!“ So schallt es jetzt bereits seit 50 Jahren über die Kegelbahn in der Gaststätte Köbgens in Dürboslar, wenn der Kegelclub „Radaubrüder“ seinem Hobby frönt.

Alles begann mit 15 jungen Männern, die sich aus der Schule und von sonstigen sportlichen oder gesellschaftlichen Aktivitäten her kannten. Nach vielen geselligen Stunden und der damaligen Teilnahme am Dorf-Karneval entstand im Februar 1967 die Idee, die Treffen der Herrenclique zu intensivieren.

Was lag da näher, als einen Kegelclub zu gründen? Schnell war der Name für den Club gefunden. Denn der war im wahrsten Sinne des Wortes Programm der Kegelabende: „Radaubrüder“ sollte der Club von nun an heißen.

Die jungen Männer trafen sich im 14-tägigen Rhythmus, um neben dem Kegeln über clubinterne und auch externe Themen lautstark zu diskutieren. Denn die meist harmonische Gemeinschaft hat durchaus auch eine gewisse Streit- und Diskussionskultur gepflegt.

Über Jahre hinweg blieb die Mitgliederzahl weitestgehend konstant. Austritte wurden durch Neuaufnahmen kompensiert. Doch während dieser Zeit verstarben vier aktive Mitglieder, die bis heute unvergessen bleiben.

Die regelmäßige Teilnahme an Kegelwettbewerben (Pokalkegeln), Karnevalsumzügen und anderen Aktivitäten im Dorf war immer Bestandteil des Clublebens. Darüber hinaus festigten Kegeltouren, Ausflüge und diverse Partys den Zusammenhalt der Gruppe. Die weiblichen (Ehe-)Partner waren immer wichtiger Bestandteil dieser tollen Gemeinschaft und wurden oftmals mit einbezogen.

So steht der Name „Radaubrüder“ nicht nur für einen gewöhnlichen Kegelclub, sondern für eine einzigartige Gemeinschaft, für Zusammenhalt, jahrelange Freundschaft und viel Spaß. Heute zählt der Club noch zehn aktive Mitglieder, davon drei Gründungsmitglieder (Andreas Kleinermann, Hans-Dieter Wilden und Wolfgang Franken). Auch wenn die Zahl der Kegelclubs stark zurückgegangen ist, wollen die „Radaubrüder“ noch einige Jahre den Sport in harmonischer, dennoch streitbarer Gemeinschaft betreiben.

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