Seit 20 Jahren: Pflegezentrum „Heilige Familie“

Von: jago
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20 Jahre Alten- und Pflegezentrum Heilige Familie Hasselsweiler: Als Vorstandssprecher des Caritasverband Region Düren-Jülich lobte Dirk Hucko den aufoperungsvollen Einsatz von Hausleitung und Personal. Foto: Jagodzinska

Hasselsweiler. Mit einer Heiligen Messe, musikalisch begleitet von Karl-Heinz Vievers, wurde die Jubiläumsfeier unter dem Motto „Mitten im Leben“ zum 20-jährigen Bestehen des Alten- und Pflegezentrums Heilige Familie Hasselsweiler eröffnet.

Zelebrant Dieter Telorac gab in seiner Predigt zu erkennen, dass er wie die Heimbewohner „ein Altersmensch“ sei, der gelernt habe, alt zu werden. Im Alltag ginge es auch darum, dass vieles nicht mehr gelinge, die Fragen sich anders stellen würden. Was soll ich noch hier? Wer braucht mich noch? Gedanken im Alter, die sich durch aufmunternde Worte im Leben aus dem Glauben ins Positive umkehren ließen: „Lass dich darauf ein. Nimm dankbar an, was dir gegeben ist und sei neugierig bis zum letzten Atemzug.“

Ein Haus, das Heimat schafft

Mit einem wunderbar menschlichen Beispiel aus dem eigenen Leben erheiterte er die Senioren. So antwortete sein 91-jähriger Vater auf die Frage, was er denn denke, wenn er sich mit seinem auch schon 71-jährigen Sohn unterhalte: „Man wird langsam alt.“ Mit dem Kompliment, dass dies hier ein Haus sei, das Heimat schaffen könne und dem abgewandelten Schlusswort „Bleibet hier in Frieden“ leitete Pastor Telorac zum weltlichen Teil der Feier über.

Lob an Hausleitung

Dirk Hucko, Vorstandssprecher des Caritasverband Region Düren-Jülich, würdigte in der Begrüßung „die seelsorgerische Begleitung, ohne die das Haus nicht wäre, was es ist“, sowie die Zuverlässigkeit der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Titz. Der Hausverwaltung mit Manfred Muckel an der Spitze und dem Personal sprach er ein ganz besonders Lob aus.

Die Geschichte des Hauses bis zurück zu den ursprünglichen Anfängen um 1900 herum und die Namensgebung der Einrichtung als gelungene Kombination aus Marien- und Josefsheim vor 20 Jahren ließ Marcus Mauel vom Caritas-Vorstand Revue passieren. „Uns verbindet der gute Geist des Helfens über Jahrzehnte hinaus“, gab er die Motivation wieder, aus der heraus gelebte Integration entstanden sei. Den Bewohnern, Mitarbeitern und Gästen der vier Caritas-Heime im regionalen Verband sagte er zu: „In allen Bereichen bleibt der Mensch Mittelpunkt unseres Handelns.“

Wertvolle Enrichtung

Bürgermeister Jürgen Frantzen erinnerte in seinem Grußwort an die steigende Zahl der pflegebedürftigen Mitmenschen, die von aktuell 1,8 Millionen bis 2030 auf etwa drei Millionen ansteigen werde. „Dass diese Einrichtungen funktionieren, ist sehr wertvoll“, lautete seine Antwort auf die riesige Herausforderung an unsere Gesellschaft. Das gute Funktionieren sei auch zu erkennen an der wechselseitigen Beteiligung von Alten- und Pflegeheim und Ortsvereinen bei den ihren Veranstaltungen.

Einen besseren Vergleich für die Akzeptanz und die gelungene Gemeinschaft im Dorf, als den von Ortsvorsteher Robert Holzportz gewählten, hätte man kaum finden können: „Wer alte Bäume verpflanzen will, braucht einen fruchtbaren Boden. Den haben wir hier!“ Stolz verwies er auf die harmonische dörfliche Atmosphäre, aus der Geborgenheit und Sicherheit erwüchsen, die eine Stadt nicht bieten könne.

Als Leiterin des Sozialen Dienstes war es Angelika Stock ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass die Heimbewohner sich ganz intensiv an den Vorbereitungen für die Feier beteiligt hatten.

Schlager und Besucherhunde

Zum weiteren Programm zählten eine Vorführung der Rettungshundestaffel des Arbeiter Samariter Bund Brühl, ein Beitrag der Trommlergruppe des Alten- und Pflegezentrums St. Nikolaus Düren sowie die von Christa Dohmen und Ralf Sommer vorgetragenen deutschen Schlager und nicht zuletzt die Besucherhunde Gioia und Piccolino mit Marita Liebau.

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