Seit 150 Jahren fest verwurzelt

Von: Kr.
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Aus den Händen von Dekanatsbu
Aus den Händen von Dekanatsbundesmeister Achim Karlowicz (r.) nahm Udo Dohmen, Brudermeister der St. Lambertus Schützenbruderschaft, die Dekanatsstandarte entgegen. Foto: Kròl

Tetz. „Glaube - Sitte - Heimat”: wie ein roter Faden zog sich dieser Leitsatz der Schützenbruderschaften durch die Reden und Grußworte anlässlich der Feierstunde zum 150-jährigen Bestehen der St. Lambertus Schützenbruderschaft. Dieses Jubiläum nahm die Bruderschaft zum Ablass, wieder ein Dekanatsschützenfest auszurichten.

Und so ging dem Kommers eine Krönungsmesse voraus, in deren Verlauf Dekanatspräses Pfarrer Konrad Barisch mit Alex Wermeter und Ehefrau Jennyfer von den St. Hubertus Schützen Linnich, Julia Kieven als Jungschützenprinzessin und Schülerprinz Niklas Müller (beide von den St. Hubertus Schützen Gevenich) die neuen Dekanatsmajestäten krönte.

In der Rurauenhalle begrüßte Udo Dohmen, Brudermeister der gastgebenden Schützen, anschließend die Schützenfamilie des Dekanats und eine stattliche Zahl von Ehrengästen. „Ein solches Jubiläum ist gelebte Tradition” bemerkte er und brachte seine Freude zum Ausdruck, das Dekanatsschützenfest ausrichten zu dürfen. Aus den Händen von Dekanatsbundesmeister Achim Karlowicz nahm er feierlich die Dekanatsstandarte entgegen.

„Glaube - Sitte - Heimat” diesen Gedanken griff der Ortsvorsteher und Schirmherr des Jubiläums, Hans Willi Dohmen, in seiner Festansprache auf. Stolz sei er, dieses Jubiläum feiern zu dürfen. Stets habe die Bruderschaft tief im Dorfleben und in der Kulturgeschichte gewurzelt. Dabei habe sie sich auch fortentwickelt und haben die Ideale eine Ergänzung erfahren. „Glaube bedeutet heute auch Toleranz gegenüber anderen Glaubens- und Kulturgemeinschaften”, betonte er. Sitte umschließe das Bekenntnis der Gesellschaft zu Familie und anderen Lebensgemeinschaften, und Heimat beinhalte heute den Erhalt der Schöpfung und Pflege der Umwelt.

Dekanatsbundesmeister Achim Karlowicz fügte dieser Interpretation noch weitere Gedanken hinzu. Er betonte, dass der Glauben auch etwas mit Vertrauen und Treue zu tun habe, Sitte umfasse auch Begriffe wie Höflichkeit, Ehrlichkeit, Anstand und Fairness. Heimat sieht er dort, wo der Mensch sich geborgen fühlt. Dies alles stehe heute für das Schützenwesen.

Er richtete auch einige kritische Worte an die Anwesenden. „Viele Menschen trachten heute nur noch nach ihrem eigenen Vorteil und gefährden damit auch die Existenz vieler Traditionen. Das Miteinander und Füreinander gerät ins Hintertreffen. Deshalb appelliere ich an alle: Handeln Sie nach dem Leitspruch des Schützenwesens, und das Leben wird um einiges leichter”, schloss Karlowicz.

Diözesanbundesmeister gratuliert

Unter den Gästen befand sich auch Franz Josef Hallstein, stellvertretender Diözesan-Bundesmeister. Auch er gratulierte zum 150-jährigen Bestehen.

Kurz ging Bürgermeister Wolfgang Witkopp auf die 150 Jahre währende Geschichte und den Ursprung des Schützenwesens ein. Die Schützenbrüder waren in früheren Zeiten gefordert, ihr Dorf und ihre Heimat zu verteidigen. Heute liegt es unter anderem an ihnen, die Tradition hoch zu halten und die Dorfgemeinschaft zu pflegen.

Dies, so Witkopp, haben die St.-Lambertus-Schützen immer hervorragend bewältigt und deshalb galt ihnen auch sein Dank für die Ausrichtung des Festes.

Weiterhin gratulierten an diesem Abend, der vom RWE Power Orchester musikalisch gestaltet wurde, Dekanatspräses Pfarrer Konrad Barisch, der Präses der Bruderschaft, Pfarrer Heinz Philippen, und Ehrenpräses Pfarrer Heinrich Joussen sowie der Landtagsabgeordnete Josef Wirtz und die Vertreter der Tetzer Ortsvereine.
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