Seine Schöpfungen sind Kunst zum Anfassen

Von: René Blanche
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Bonifatius Stirnberg mit einer seiner Kreationen zum Anfassen, eine Bronze-Brunnenskulptur. Foto: Blanche

Jülich. „Als ich anfing, waren Kunstwerke meist eingezäunt“, erinnert sich Bonifatius Stirnberg an die Anfänge seiner Karriere als Bildhauer sowie an die Zeit als Schüler des weltberühmten Joseph Beuys. „Ich möchte aber Kontakt mit den Menschen. Die Leute sollen meine Kunst anfassen!“

Heute blickt der 81-Jährige auf eine sehr erfüllte Schaffenszeit zurück. Seine Bronzeskulpturen wurden im Laufe der Jahre zu Wahrzeichen von Städten und Regionen rund um den Globus, und so schuf er bereits im Jahre 1975 den Aachener Puppenbrunnen unweit des Doms, mit dem die Aachener Kinder, sehr zur Freude des Schöpfers, sofort zu spielen begannen.

In Jülich ist Stirnberg mit dem Lazarus- und dem Muttkratbrunnen, die ebenso seinem Aachener Atelier mit angeschlossener Bronzegießerei entstammen, vertreten.

Die Gelegenheit, nicht nur Stirnbergs Werke zu berühren, sondern dem Künstler persönlich einmal die Hand zu schütteln, hatten die zahlreichen Besucher der Jülicher Kunstgalerie an der Zitadelle, in der am vergangenen Sonntag eine große Ausstellung mit über 40 Werken des Altmeisters eröffnet wurde. Eigens zu diesem Anlass war auch Professor Otto Eschweiler, ein guter Freund Bonifatius Stirnbergs angereist, der den Bildhauer bereits vor Jahrzehnten in seiner Funktion als Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer in Aachen „gefördert und gefordert hatte“, wie selbiger in seiner Ansprache lächelnd zu berichten wusste.

Georg und Marita Loven, Inhaber der Kunstgalerie, konnten zu Recht stolz sein. In überaus angenehmer Atmosphäre hatten die vielen Jülicher Kunstfreunde Gelegenheit, sich einmal persönlich mit Bonifatius Stirnberg auszutauschen, die zahlreichen Jülicher Muttkrat-Skulpturen sowie Brunnen zu bestaunen und natürlich alles anzufassen.

Auf Tuchfühlung

Frei von jeglicher Affektiertheit, mit der sonst hin und wieder bei Kunstausstellungen und Vernissagen in Ehrfurcht vor der „hehren Kunst“ erstarrt wird, fühlte man sich in der Nähe Stirnbergs förmlich dazu eingeladen, mit seinen Werken direkt auf Tuchfühlung zu gehen. Auch erfreuten sich seine zahlreichen Gemälde, die ebenfalls Teil der Ausstellung sind, großer Beliebtheit.

Darüber, dass die Ausstellung, die noch bis zum 19. Juli geöffnet sein wird, sich bis dahin noch vieler begeisterter Besucher erfreuen wird, war man sich im Kreise der Jülicher Kunstfreunde am Eröffnungstag jedenfalls sicher.

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