Seeräubergeschichten in der Stadtbücherei

Von: ptj
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Das Flatterband ist durchgesch
Das Flatterband ist durchgeschnitten: Die Piraten stürmen das „Schiff” in der Stadtbücherei. Kinderbibliothekarin Birgit Kasberg und Praktikantin Marlene Weber schauen zu. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Seeräuber in Sicht” hieß es zum Abschluss der drei Ferienveranstaltungstage in einer Woche, die allesamt ausgebucht waren. Etwa 20 wilde Piraten von sechs bis zehn Jahren eroberten die städtische Einrichtung. Bevor das Schiff geentert werden konnte, war allerdings ein Seetauglichkeitstest auf der Schwelle zwischen Lesecafé und Bücherei vonnöten.

Wie Kinderbibliothekarin Birgit Kasberg mit ihrer Crew zu Beginn erarbeitete, „muss man schwindelfrei sein, denn das Schiff schaukelt”. Kasberg und ihre Assistentin, die Praktikantin Marlene Weber, schaukelten einen angehenden Piraten nach dem anderen in einem bunten Zeltstofftuch hin und her.

„Ich denke, wir können euch alle mit auf Seefahrt nehmen, ihr habt alle den Test bestanden”. Nun zerschnitt die zehnjährige Nada als Mannschaftskapitän das Flatterband zum hinteren Bereich der Bücherei, dann wurde das „Schiff” mit wildem Geheul in Besitz genommen.

Klar war allerdings von Anfang an: „Keine Tritte, keine Schläge, sonst werdet ihr des Schiffs verwiesen”. Aber die Bücherei-Seeräuber waren eher von der harmlosen Sorte. Was gehört alles zu einem Piraten? „Waffen, Flaggen, Augenklappen, Holzbeine...” Mit einigen jener Accessoires war die Bücherei bereits ausgestattet.

„Heißen Piraten Melanie oder Amélie?” Nein, eher „Schwarzbart oder Holzbein”, wie im Piratenschatz-Buch „Wie werde ich Pirat in nur 7 Tagen” vorgeschlagen. Ihre neuen coolen Namen schrieben die Kinder auf ein selbst gebasteltes Säbelmotiv auf Klammern für ihre Piratenkleidung.

Seeräuber in der Stadtbücherei müssen allerdings vor allem „lesefest” sein. „Oskar, der Glückspilz” und „Zwei Morgenmuffel” von Amanda Krause waren zwei ausgewählte Piratengeschichten aus der Leserabe-Reihe - in der zweiten Lesestufe. Was muss ein Pirat alles können? Auf einem oder drei Beinen rennen - was noch zu beweisen war - und Beute sichern oder Kanonenkugeln stapeln wie Kapitän Schwarzbart. Nach Sicherung der Beute in Form von Löffeln wurden Kanonenkugeln gebastelt und ein Zielwerfen gestartet.

In der Geschichte „Flaschenpost” aus der Feder von Julia Böhmes aus dem Buch „Abrakadabra und Ahoi” wartete Lachmöwe Elvira sehnsüchtig auf ihre erste Flaschenpost. Zum Glück wusste ihr Begleiter Seeräuber Eusebius Grünbart, wie man sich seine Flaschenpost angelt.

Das wussten natürlich auch die Kinder, wie im anschließenden Spiel „Flaschenpost” unter Beweis gestellt. Weitere spannende Seeräuber-Aktivitäten wie Erzählungen anhand von Bild- oder Aufgabenkarten standen auf dem Programm.

Als Belohnung für die aktive Mitarbeit in Piratenangelegenheiten winkte jedem Teilnehmerkind ein Heft mit einer Leseprobe aus der schönen Seeräubergeschichte mit dem Piraten Moses: „Beim Klabautermann”.
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