Sechs Kunstschaffende verknüpfen ihre Werke

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Mit einer Bänder-gestalteten Postkarte wird der Kunstverein für seine bevorstehende Ausstellung „Made in Jülich“. Foto: Kunstverein

Jülich. Der Kunstverein Jülich eröffnet am Samstag, 12. August, um 12 Uhr eine Ausstellung in der Reihe „Made in Jülich“, ein Format, das auf Wunsch geschaffen wurde, um den Mitgliedern eine Plattform zu geben.

Sechs Kunstschaffende des Vereins haben sich ein Jahr vorher ans Werk gemacht. Gemeinsam entstand die Idee, mehr zu wagen, als das Zusammenstellen von fertigen Exponaten. Stattdessen haben sie ein Thema gewählt, das geeignet ist, jeweils frei zu arbeiten, jedoch Gedanken an Verbindungen zu anderen von vornherein mit aufzunehmen. Der Hexenturm sollte dabei zu einer Gesamtinstallation werden. „Bänder“, so der Arbeitstitel, ist als Denkansatz herausgekommen.

Was entstanden ist, wird nun präsentiert: Hans Peter Bochem verwendet rot-weiße Absperrbänder, die uns ständig im Alltag begegnen. Er umwickelt damit Teile des Hexenturms, führt die „Verwicklung“ im Inneren fort zu Fotografien in unwirklichen Landschaften und setzt das Thema mit anderen Materialien wie Papier und Holz um. Licht spielt ebenfalls eine Rolle.

Leo Brenner nimmt die Beziehung zum Band malerisch auf. Zwei bemalte Fotokartons zerlegt er in Bänder, die gemeinsam eine neue Gestaltform durch wechselnde Verdichtung erhalten. Beschriftete Bänder werden als Botschaften gesendet. Zusätzlich bietet er den Besuchern an, sich kreativ einzubinden, Bänder selbst zu knüpfen und das eigene Kunstwerk der Ausstellung hinzuzufügen.

Augenzwinkernd

Michael Küpper legt objektartige Bandkonstruktionen aus, die den Raum gestalten, zeigt aus Druckgrafiken gewebte Bilder, widmet sich augenzwinkernd den Spielereien aus Kindertagen und schickt einen Gruß aus der Küche mit Arbeiten, die nicht nur gemalt und gedruckt, sondern auch „gekocht“ sind.

Rosy Küpper wählt die Schrift als Verständigungsmittel. Texte von Gibran, Rilke und unbekannten Autoren tauchen auf Geschenkbändern und Bändern der Freundschaft auf. Ein Leporello, mit unterschiedlichen Schriften und Schreibgeräten erstellt, macht ihre Kalligrafie sinnlich erfahrbar. Die Geschichte vom Schäfer führt in die Stille.

Monika Langthaler widmet sich dem Thema Verbindungen. Sie experimentiert mit Alltagsgegenständen, die sie in neue Zusammenhänge setzt und ihnen dadurch eine andere Bedeutung verleiht. Feinste Texturen und die Farbe weiß prägen den Raumeindruck.

Kirsten Müller-Lehnen macht die Eingangstreppe des Hexenturms zur Wortleiter, mit der die Bandbreite des Begriffs „Bänder“ erstiegen wird. Industrie-Schläuche folgen als gebündelte Farbobjekte im Raum. Malerei, Schrift und Collage finden Anwendung in Bild-Band-Additionen.

Die Künstlergruppe hat die Absicht, weiter gemeinsam unter dem Namen art.com-spätschicht aktiv zu sein.

Die Ausstellung ist vom 12. bis 27. August geöffnet. Die Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Performance zur Vernissage: Samstag, 12. August, 12 Uhr. Trommeln und Texte: Sonntag, 20. August, 12 Uhr. Finissage, Abbauverkauf und Musik: Sonntag, 27. August, 12 Uhr.

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