Jülich - „Science Express”: Eine Attraktion auf Schienen

„Science Express”: Eine Attraktion auf Schienen

Von: Volker Uerlings
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Umjubelte Ankunft: Der „Science Express” macht in Jülich Station. In zwölf Waggons ist Spitzenforschung aus Deutschland zu sehen. Schülerinnen und Schüler aus Düren und Erkelenz, Staatssekretär Thomas Rachel (Mitte mit Glocke), rechts von ihm Prof. Sebastian Schmidt und Prof. Doris Samm ließen Ballons steigen. Foto: Uerlings

Jülich. Gleis 4 gab den Ausschlag. Viele Jülicher wissen zwar gar nicht, dass der Bahnhof ihrer Stadt so viele Gleise hat, da ja inzwischen meist „nur” die Rurtalbahn kommt und geht. Aber der vierte Strang ist da und lang genug, um den zwölf Waggons zählenden „Science Express” drei Tage in der Stadt zu beheimaten.

Das ist einer der Gründe, warum der begehrte Wissenschaftszug in Jülich Station macht - und nicht in Düren. „Ein solches Gleis gibt es da nicht, oder es steht nicht für drei Tage zur Verfügung”, erklärte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im „Mutterhaus” der Attraktion auf Schienen, dem Bundesforschungsministerium.

Er war nicht unbeteiligt, als es darum ging, die Haltepunkte festzulegen. Und Jülich sei mit dem Forschungszentrum sowie der FH-Abteilung im Kreis Düren das Synonym für die „Wissenschaftsregion”. Die Botschafter der großen Einrichtungen in der Herzogstadt sowie Schulklassen aus Düren und Erkelenz plus Politprominenz bildeten am Donnerstag den buchstäblich großen Bahnhof zum Empfang des so gar nicht rasenden Gefährts.

50.000 Besucher zählten die Betreuer des 300 Meter langen Zuges bislang. Schon am Donnerstag kamen einige hundert dazu. Den Anfang machten die Klassen 5a des Stiftischen Gymnasiums Düren und 7a des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz. Kaum waren sie von fachkundigen Begleitern zu den vielen Exponaten geführt worden, folgte die erste Klasse aus Jülich - vom Mädchengymnasium.

Der „Science Express” bleibt noch zwei Tage. Heute steht er von 9 bis 17 Uhr und am Samstag von 10 bis 18 Uhr offen. Der Eintritt ist frei.

Die zwölf Wagen der mobilen Ausstellung widmen sich jeweils eigenen Themen. Die „Expedition Zukunft” macht den Anfang und befasst sich mit den Aufgaben der gesamten Menschheit im 21. Jahrhundert. „Vernetzt + Global”, „Bio + Nano” oder auch „Nachhaltig + Effizient” sind weitere Beispiele. Der im Forschungszentrum Jülich entwickelte Hirnschrittmacher wird in Wagen 7 („Wirksam + Individuell”) vorgestellt.

Viele Ausstellungsstücke dürfen und sollen angefasst werden. Grundsätzlich stehen die Exponate für Hightech aus Deutschland.

„Wir wollen auf Leistungen der Forscher für jeden Einzelnen, aber auch die gesamte Gesellschaft aufmerksam machen”, erläuterte Thomas Rachel die Idee hinter dem Projekt. Beste Erfahrungen machten die Verantwortlichen im vergangenen Jahr, als ein ähnlicher Zug durch Indien tourte, um auf Forschung made in Germany hinzuweisen und auf riesiges Interesse stieß. Da lag die Idee nahe, ein solches Gefährt im eigenen Land auf die Schiene zu setzen.

Der von einem Projektteam der Max-Planck-Gesellschaft konzipierte „Science Express” hat viele Förderer und Partner. Insgesamt steuert er 62 Städte an. In unserer Region war er schon in Aachen und steht nun nur noch in Jülich.
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