Schwungvolles Konzert des Figuralchors Jülich

Von: René Blanche
Letzte Aktualisierung:
11854079.jpg
Nach seinem eigenen Programm lauschte auch der Figuralchor dem ausgezeichneten Vortrag der klassischen Gitarristin Katharina Godolt. Foto: René Blanche

Jülich. Mit einem dynamisch gesungenen „Come, follow me“ von John Hilton (1599-1657) lud der Jülicher Figuralchor bereits beim Betreten der Bühne, die vielen Zuhörer in der Schlosskapelle der Zitadelle zu einem begeisternden Konzerterlebnis ein.

Unter dem Titel „Lieder und Madrigale alter Meister“ hatte man ein sowohl ansprechendes als auch anspruchsvolles Programm vorbereitet, das mit Werken von Heinrich Isaak (1450 – 1517) bis hin zu Kompositionen Roland Dyens (geb. 1955) eine Spanne vom 15. bis ins 20. Jahrhundert abdeckte und doch wunderbar harmonisch zusammenpasste.

Schnell offenbarte sich dem Auditorium in der ausverkauften Schlosskapelle jener Wesenszug, der den Jülicher Figuralchor neben seiner hohen technischen Qualität ganz besonders hervorhebt: Die Begeisterung.

Bei nahezu jedem vorgetragenen Stück entsponnen scheinbar unsichtbare Fäden, die die Vortragenden mit den Zuhörern verbanden und selbige auf eine musikalische Reise mitnahmen, an die sich viele noch lange erinnern werden.

Gregor Josephs, der als Dirigent den Chor seit etwas mehr als einem Jahr leitet, konnte ganz besonders stolz auf das musikalische Einfühlungsvermögen seiner Sängerinnen und Sänger sein, aber auch auf die Entertainerqualitäten seiner Chormitglieder. Mit viel Charme und Humor verstand man es, das Publikum schwungvoll durch den Abend zu führen und die Anmoderationen interessant und aufschlussreich zu gestalten.

Mit dem Auftritt der klassischen Gitarristin Katharina Godolt konnte man einen weiteren Höhepunkt präsentieren. Die vielfach ausgezeichnete und geförderte junge Künstlerin, die unter anderem im Jahr 2010 den 1. Preis beim Rago-Wettbewerb in Stuttgart gewann, verzauberte die Zuhörer auf ihrer Gitarre mit der „Fantasie Nr. 1“ von G.P. Telemann sowie fünf weiteren anspruchsvollen Kompositionen von Meistern wie John Dowland (1563-1626) oder Augustin Barrios-Mangoré (1885-1944).

Mit viel Applaus und voller Vorfreude auf ein Wiedersehen verabschiedeten sich die Gäste des rundum gelungenen Konzertabends vom Figuralchor.

Selbiger probt einmal wöchentlich im Musikraum des Gymnasiums Zitadelle und hat noch Platz für weitere gesangbegeisterte Mitstreiter.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert