Schwimmleistungszentrum: Mehrheitsbeschluss gibt den Weg frei

Von: Otto Jonel
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Jülich. Das geplante Schwimmleistungszentrum in Jülich hat Turboladercharakter. Hatte es in den letzten beiden Jahren schon heftig in nicht-öffentlichen Ratssitzungen gezündet, wurde am Donnerstag Abend der möglicherweise entscheidende Vortrieb erzielt, der das Projekt endlich von der Stelle bringt.

„Wir arbeiten weiter”, ließ sich am Freitag ein unüberhörbar erleichterter Landrat Wolfgang Spelthahn entlocken. Und fast gleichlautend bestätigte Jülichs Beigeordneter Martin Schulz, dass der Rat mit einem Mehrheitsbeschluss den Weg bereitet hat, das 50-Millionen Projekt voranzubringen.

Gerade mal zwölf Stunden zuvor hatte er noch im öffentlichen Ratsteil aus seiner Meinung keinen Hehl gemacht, dass die Stadt Jülich sich endlich eindeutig erklären müsse. Wenn man das Schwimmleistungszentrum nicht wolle, solle man es sagen. Er wolle jedenfalls eine Hängepartie nicht weiter mit machen.

Hinter verschlossenen Türen hat der Landrat seine Forderung offenbar nachdrücklich wiederholt und Eindruck gemacht. Wie Jülichs Beigeordneter auf Nachrage bestätigte, erging ein mehrheitlicher Beschluss, der den Landrat in die Lage versetzt, die Klärung des steuerlichen Querverbundes unter Einbeziehung der Stadtwerke GmbH durch die Oberfinanzdirektion prüfen zu lassen.

Im Optimalfall könnte das in wenigen Wochen erledigt werden, so dass um Ostern herum die Ausschreibung erfolgen könnte. Noch vor den Sommerferien wären die Modelle zu begutachten, sodass in der zweiten Jahreshälfte das feststünde, was letztendlich gebaut wird. Mit dem parallel vorangetriebenem Baugenehmigungsverfahren wäre Anfang 2011 mit dem Baubeginn zu rechnen.

So weit der Zeitplan, der dem Vernehmen nach sehr realistisch sein soll. An den finanziellen Rahmenbedingungen soll sich nichts geändert haben. Nach wie vor ist Stand, dass der jährliche Betriebskostenzuschuss der Stadt auf 1,4 Millionen Euro gedeckelt ist, Jülich sich mit 5 Millionen Euro Investitionskosten einbringt und der Stadt eine Einsparung in Höhe von zehn Millionen Euro über 28-jährige Laufzeit des PPP-Modells (PublicPrivatePartnership) zugesichert wird.
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