Schwarze Null ist ein Ziel der Titzer CDU

Von: ptj
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Ehrungen für langjährige Treue im Titzer Gemeindeverband: Die höchste Ehrung erhielt Hans Lemm (Bildmitte) für 50 Jahre. Gemeinsam mit dem verstorbenen Wilhelm Lieven trat er am 1. Januar 1964 in die CDU ein. Foto: Jagodzinska

Spiel. Bei der Jahreshauptversammlung „mit Rekordbeteiligung“ des CDU-Gemeindeverbandes Titz im Pfarrheim Spiel referierte Landrat Wolfgang Spelthahn unter anderem über die angestrebte Klage des Kreises Düren gegen das Land NRW.

Wegen der angespannten Finanzlage und einer Quote von über 80 Prozent für soziale Daseinsfürsorge (vor allem Harz IV) in Verbindung mit dem demografischen Wandel warb der Landrat darüber hinaus für einen „grundsätzlichen Paradigmenwechsel“. Den „einzigen Politikansatz zum Gegensteuern“ sieht er im Modell der Bertelsmannstiftung „Kein Kind zurücklassen“, das die „teure Nachsorge in die Prävention umschichtet“. Das in der Referenzkommune Kreuzau erfolgreich angelaufene Modell soll in einem intakten Netzwerk kreisweit ausgebaut werden, um „jedes Kind muss gerungen werden“.

In der Diskussionsrunde mit dem Landrat thematisierte Robert Holzportz den „Runden Tisch Asyl“ in der Gemeinde und betonte „etliches an Aufwendungen“. Die vom Bund für die Unterbringung von Asylbewerbern zur Verfügung gestellten 500.000 Euro „reicht das Land nicht durch“. Ferner nannte Holzportz die Zahl von 14 Titzer Asylbewerbern, die sich „mit rechtlichem Urteil“ in keiner Notlage befänden. Lieber würde der Hasselsweiler Ortsvorsteher die Gelder für Menschen verwenden, bei denen das sehr wohl der Fall sei.

Spelthahn forderte in diesem Zusammenhang „gesamtstaatlich veranlagte Kosten“ und bessere Kooperationen mit den Botschaften und Konsulaten der Länder, damit die genannten Fälle mit intakten Papieren und Begleitschutz reibungslos den Rückflug antreten können. „Wir wollen gastfreundlich sein, aber die Last muss wirklich angemessen verteilt werden“, setzte er nach.

Optimierungsbedarf sah Helmut Paar in der Art einiger Baugenehmigungsverfahren. Spelthahn sagte zu, sich der Fälle anzunehmen. Jan Schenk erkundigte sich nach Berufsvorbereitungsjahren für Jugendliche ohne Schulabschluss. Spelthahn führte Beispiele schulischer, praktischer und kombinierter Angebote des Kreises aus. In puncto Schulunterricht betonte er aber ein erkennbares Motivationsproblem der betroffenen Jugendlichen. Die Versammlung eröffnet hatte Dieter Tambour, Vorsitzender des Gemeindeverbandes, der stolze 128 Mitglieder zählt.

Er dankte einem „schlagkräftigen Team“ für seine gute Arbeit und begrüßte den Titzer Bürgermeister und „anerkannten Finanzexperten“ Jürgen Frantzen als neues Mitglied. Wegen seines geplanten Umzuges nach Hasselsweiler war Frantzen vom Gemeindeverband Niederzier nach Titz gewechselt. Dieser bekundete seine Freude über das „sehr schöne Wahlergebnis“, den Dreiklang mit Partei und Fraktion, die gute „politische Kultur“ in der Gemeinde und große Einsparungen durch interkommunale Zusammenarbeit. Er nannte die Stichworte Bürgerfreundlichkeit, Transparenz, Dorfkernentwicklung und sein Ziel, sich „jetzt langsam in Richtung schwarze Null zu bewegen“.

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