Schwanenteich Jülich bald schwanenfreundlich?

Von: Antonius Wolters
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Noch ruht still der Schwanenteich, die Fontäne ist bislang nicht in Betrieb genommen worden. Das soll aber noch geschehen. Foto: Uerlings
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Die Blutbuche ist da: Martin Marquardt (v.l.). Peter Schmitz, Uwe Willner, Dietrich Mohr und Reinhard Richert freuen sich. Foto: Wolters

Jülich. Der erste Schritt zur repräsentativen Umgestaltung des Schwanenteichs im Herzen Jülichs ist getan, weitere sollen folgen. Ziel der geplanten Maßnahmen ist es, bis zum Herbst im wahrsten Sinne des Wortes den Boden für die Wiederansiedlung von Schwänen zu bereiten.

Bekanntlich hat das Paar schwarzer Schwäne, das vor genau einem Jahr im gleichnamigen Teich ausgewildert wurde, längst Reißaus genommen und ist mit unbekanntem Ziel entflogen. Initiator Martin Marquardt hat zwischenzeitlich für die Verwirklichung des Vorhabens einen lockeren Unterstützerkreis um sich geschart, der besagte Umgestaltung des Geländes per Bürgerantrag den städtischen Ratsgremien vorgelegt hat.

Da dieses Ansinnen die einstimmige Unterstützung aller Fraktionen fand, sofern das Stadtsäckel nicht belastet wird, wurde im nächsten Schritt eine Agenda erstellt, was im und rund um den Schwanenteich geschehen soll, um für die großen Wasservögel attraktiv zu werden.

Nach Rücksprache mit Experten wurden die Errichtung einer Insel mit Nistmöglichkeit für die Schwäne, die Anlage diverser Schwimminseln, die Belegung mit Wasserbausteinen, das Setzen von Schilf und Wasserpflanzen sowie die Anlage von Beeten und Gehölzen im Uferbereich beschlossen.

Am „Rathausufer“ hat es zum Auftakt unter der Woche ein kleines Bäumchen-wechsel-dich gegeben: Eine vorhandene, etwa zwei Jahre alte Weide wurde näher ans Wasser versetzt und unterhalb ihres bisherigen Standortes eine knapp 30 Jahre alte Blutbuche mit Anwachsgarantie gepflanzt, die per Lkw von einer Kölner Baumschule angeliefert worden war.

Als Sponsor hat die Sparkasse Düren den repräsentativen Baum finanziert. „Wir stehen wie der Baum für Nachhaltigkeit und wollten das Engagement der Bürger unterstützen, zumal es gleichzeitig zur Verbesserung unseres Umfeldes beiträgt“, begründete Vorstandsvorsitzender Uwe Willner das finanzielle Engagement des Geldinstitutes für die Neugestaltung des „Vorgartens“ der Filialdirektion Jülich. Zudem sei das Rot der Buche ein Markenzeichen der Sparkasse.

„Wir wollen bei jeder Maßnahme zunächst abwarten, wie sie wirkt“, kündigte Peter Schmitz als weitere Strategie des geplanten Prozederes an. So sollen nach und nach Nistmöglichkeiten und durch die Anpflanzungen ein Schutzraum für die Schwäne entstehen, damit diese sich hier heimisch fühlen. Schmitz bekennt gleichzeitig, dass gar nicht bekannt ist, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Schwäne sich wohlfühlen.

Derweil hat sich Martin Marquardt dazu verpflichtet, die neu gepflanzte Blutbuche und später auch die übrigen Gewächse regelmäßig mit Wasser aus dem Schwanenteich zu gießen.

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