Schulzentrum: Sanierung kostet fast 23 Millionen

Von: Juliane Kern
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Die energetische Sanierung des Jülicher Schulzentrums verschlingt Millionen. Foto: Uerlings

Jülich. Auf mehr als 100.000 Euro belaufen sich die Heizkosten für das Schulzentrum Jülich pro Jahr. Nach der millionenschweren Sanierung könnte die Rechnung um ein Drittel geringer ausfallen. Das jedenfalls verspricht Dr. Siegfried Dauber, Geschäftsführer der „Econ Umwelt-Ingenieure”.

Im Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss stellte Dauber das Konzept für die energetische Sanierung des Schulzentrums vor. Möglich machen soll das die enorme Einsparung eine Holzpellett-Anlage, die etwa zwei Drittel der Heizleistung erbringt, und eine bessere Dämmung des Gebäudes.

Ergänzend zur Holzpellet-Anlage setzen die Aachener Ingenieure auf eine Gas-Brennwert-Heizung. Fallen die relativ störanfälligen Holzbefeuerungs-Anlagen einmal aus, könne mittels Gas-Brennwert-Technik geheizt werden.

Mit einer Amortisation der Holzpellet-Anlage rechnet Dauber nach rund 14 Jahren. Sie bietet nach Ansicht des Experten neben Kostenersparnis und einer deutlichen Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes einen weiteren Vorteil: „Sollte eine Erweiterung der Schule notwendig werden, kann die Holzpellet-Anlage mühelos auchfür den Erweiterungsbau genutzt werden.”.

Auch Stromverbrauch reduzieren

Eine fast ebenso große Ersparnis wie bei den Heizkosten erwartet Dauber beim Stromverbrauch. Liegen die Kosten aktuell noch bei mehr als 80.000 Euro pro Jahr, werden sie durch die Erneuerung der Anlagen auf rund 54.000 Euro gesenkt. Die größten Einsparmöglichkeiten ergeben sich nach Berechnungen der Aachener Umweltingenieure durch eine effizientere Beleuchtung und moderne Pumpen.

Die Gesamtkosten für die Schulsanierung belaufen sich auf rund 22,85 Millionen Euro, wovon knapp 11,4 Millionen Euro auf die energetische Sanierung entfallen.

Bereits zugesagt sind 7,6 Millionen Euro Förderung aus dem InvestitionspaketII „zur energetischen Erneuerung der sozialen Infrastruktur”. Von den Kosten für die energetische Sanierung muss die Stadt Jülich dann noch 3,88 Millionen Euro aufbringen.

Die bauliche Sanierung (rund 4,8 Millionen Euro), die Sanierung der Anlagentechnik (rund 5,2 Millionen Euro) und weitere Maßnahmen als Folge der energetischen Sanierung (1,3 Millionen Euro) müssen vollständig von der Stadt Jülich finanziert werden. „Hier ergibt sich aber eventuell noch Sparpotenzial”, erläuterte Dauber.

Nach der Freigabe der Förderung wird die Stadt in den kommenden Wochen ein Planungsteam zusammenstellen, das sich um den zeitlichen Ablauf und die Ausschreibung der einzelnen Komponenten der Sanierung kümmert.

Mit einem Beginn der energetischen Sanierung, die nach Schätzungen des Jülicher Hochbauamtsleiters Leo Heuter 2013 abgeschlossen werden könnte, ist im Sommer 2010 zu rechnen.

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