Jülich - Schulzentrum runderneuert: Jülich investiert 22,3 Millionen

Schulzentrum runderneuert: Jülich investiert 22,3 Millionen

Von: hfs.
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Leo Heuter (v.l.) erläuterte beim Rundgang auf dem Gerüst oberhalb des Pädagogischem Zentrums Bürgermeister Heinrich Stommel, Gert Marx, Katharina Esser und Martin Schulz die umfangreichen Arbeiten zur energetischen Sanierung der gläsernen Dachkuppel. Foto: hfs.

Jülich. Es wird eine Punktlandung geben, sagen die Verantwortlichen der Stadt Jülich. Sie meinen die Komplettsanierung und Fertigstellung des Schulzentrums, in dass 22,3 Millionen Euro gesteckt wurden, damit dort ab Sommer Real- und Hauptschüler sowie die Sekundar- und Musikschule modernste Räume vorfinden.

„Es war ein Krafttakt, denn diese Sanierung fand während des laufenden Schulbetriebes statt.“ Das sagt Bürgermeister Heinrich Stommel, als er mit Gert Marx, dem Leiter des Schulamtes, Leo Heuter, dem Leiter des Immobilienmanagements, dem Beigeordneten Martin Schulz sowie mit der Dezernentin Katarina Esser dem Schulzentrum einen Besuch abstattet. Zuvor trifft sich die Gruppe im Büro von Karin Stobbe, Rektorin der Hauptschule. Die war mit ihren jetzt 197 Schülerinnen und Schülern am meisten vom Komplettumbau des Schulzentrums betroffen, denn sie mussten mehrmals die Räume wechseln.

„Vom Estrich bis zum Dach wurde alles saniert, energetisch auf den neusten Stand gebracht, modernste Leucht- und Technikmittel eingesetzt, wir haben sozusagen 18.000 Quadratmeter Nutzfläche auf den Kopf gestellt.“

Leo Heuter übernimmt die Führung durch Klassen- und Fachräume. Er hat die Schlüsselgewalt. Und Marx hat den Fortgang der Arbeiten sozusagen quadratmeterweise beobachtet: „Wenn man bedenkt, dass die ganzen Arbeiten schon drei Jahre dauern, bei laufendem Schulbetrieb durchgeführt werden, dann wurde wirklich ganze Arbeit geleistet.“

Bürgermeister Stommel stimmt ihm zu: „Wenn man bedenkt, dass wir nicht nur im Zeit-, sondern auch im Kostenrahmen liegen, dann kann man von einem gelungenen Gewerk sprechen.“

Dabei war die Bauphase nicht frei von Überraschungen. „Beim Entkernen stellten wir fest, dass der Estrich nicht dem schon damals vorgeschriebenen Standard entsprach, dieser 1978 ohne Trittschalldämmung aufgebracht worden war.“

Was den Projektleitern in der Planungsphase viel Kopfzerbrechen bereitete, waren neue Vorgaben durch die sich zwischenzeitlich ändernde Schullandschaft.

In den Sommerferien zieht nicht nur die Realschule komplett ins Schulzentrum um, sondern auch die Sekundar- und Musikschule. „Dann werden hier am Standort rund 800 Schüler unterrichtet“, rechnet Katarina Esser vor. Im Schuljahr 2017/18 werden dann die Haupt- und die Realschule in Jülich auslaufen. „Dann wird nur noch die Sekundarschule, wir hoffen weiterhin sechszügig, am Ort sein.“

Bürgermeister Heinrich Stommel weist auf das Einsparpotenzial beim Energieverbrauch hin. „Wir rechnen mit bis zu 40 Prozent. Darüber hinaus wird sich unser Kohlendioxid-Ausstoß von jetzt 1120 Tonnen im Jahr auf 300 Tonnen reduzieren.“ Dafür wurden allein in energetische Maßnahmen rund zehn Millionen Euro gesteckt, wovon das Land 6,56 Millionen Euro beisteuerte. Es war die höchste Summe, die NRW für eine solche Maßnahme locker gemacht hat. So wurden rund 1,2 Millionen in die Erneuerung sämtlicher Dachflächen gesteckt, 2,2 Millionen Euro für neue Fenster und Fassaden verbaut, in die neue Beleuchtungstechnik flossen rund 2,6 Millionen Euro.

Hinzu kommt die hochmoderne Pelletheizung, die neben dem Schulzentrum auch die neue Katholische Grundschule versorgt. Damit der Pelletbunker mit einem Fassungsvermögen von rund 40 Tonnen regelmäßig gefüllt werden kann, musste eigens eine „Versorgungsstraße“ hinter der Schule gebaut werden.

Auch wenn die Arbeiten im Zeitrahmen liegen, die Räume für die Hauptschüler sind noch nicht fertig gestellt. Die müssen allerdings vor ihrem endgültigen Umzug zuerst nochmals die Kartons packen. „Hier zieht die Musikschule ein“, zeigt Heuter die dafür vorgesehenen Klassenräume.

Und Marx macht deutlich, dass die Realschullehrer, jedenfalls in Jülich, eine Woche weniger Sommerferien genießen können. „In der letzten Woche müssen sie die Kartons packen, denn der Umzug steht an.“ Er erfolgt in ein Schulgebäude, das dann auf dem neuesten Stand ist, inklusiver zweier neuer Fahrstühle, damit Barrierefreiheit gewährleistet ist.

„Bei uns liegt die Priorität von Infrastrukturmaßnahmen bei den Kindergärten und Schulen, nicht beim Rathaus“, merkt der Bürgermeister an.

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