Schultheatertage: Tanztheater der Sekundarschule Jülich

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Dass es Teenager nicht so einfach haben, zeigte die sechste Klasse des Kurses Darstellen und Gestalten der Sekundarschule Jülich bei seiner Aufführung im Kulturbahnhof. Foto: Sekundarschule

Jülich. Es sind die zweiten Schultheatertage im Kreis Düren. Gleich zwei Kursen und eine AG der Sekundarschule Jülich stand im Rahmen des Projekts eine Bühne im Kulturbahnhof zur Verfügung. Dieses Jahr drehte sich alles ums Thema Tanztheater.

„Im Kreis Düren ist das Schultheater eine Premiere“, sagte Thomas Lüttgens, der die Schülerinnen und Schüler mit 25 Jahren Theatererfahrung unterstützte. Auf dieses Motto stimmte zunächst sie Tanz-Arbeitsgemeinschaften der fünften Klassen ein. Diese hatten über das Schuljahr verteilt diverse Tänze zu aktuellen Chart-Songs einstudiert. Nun zeigten die Bewegungskünstler in Formation ihren Tanz auf der Bühne und wurden mit viel Applaus belohnt.

Auch der Kurs im Fach „Darstellen und Gestalten“ der sechsten Klasse zeigte sein Können. Als Teenager im Schlafanzug betrat Nick Gorency die Bühne. Während er seine morgendlichen Routinen vollführte, bildeten die anderen Schüler mit ihren Körpern Hausshaltsgegenstände wie Dusche oder Toilette nach, was für einige Lacher im Publikum sorgte.

Doch so ein Teenagerleben scheint nicht leicht zu sein. Immer wieder ertönten Radiosequenzen wie, „wir alle wissen, die Teenagerzeit war schlimm“ oder „mein Lehrer hat mich auf dem Kieker“, die das Geschehen auf der Bühne begleiteten. Zwischenzeitlich stellten die Pennäler den Stress des Teenagerlebens durch Bewegung nach.

Doch schließlich war doch alles wieder gut. „Du bist einfach Supergeil“, ließ eine eingeblendete Werbeanzeige verlauten, während sich der Jugendliche, der durch Gorency auf der Bühne verkörpert wurde, erkennbar wohler fühlte.

Unter der Überschrift „Eins und Eins sind Beide. Die zwei Seiten Schön und Hässlich“ interpretierte der Darstellungskurs der achten Klasse das Märchen „Frau Holle“ neu. Während der Aufführung wechselten sich die Akteure in den Passagen der Geschichte ab. Dabei wurde der jeweilige Erzähler mit Hässlich-Rufen der anderen Schüler von der Bühne verdrängt. Für den jeweiligen Protagonisten eine bedrängende Situation. Hiermit wurde von den Darstellern eine beinah gruselige Atmosphäre geschaffen.

Unter den lautstarken Beifallskundgebungen der Zuschauer ließen sich am Ende alle Gruppen noch ein wenig feiern.

Die Schultheatertage der Städteregion Aachen sind ins Leben gerufen worden, um zwei Ziele zu erreichen: Die künstlerischen Leistungen der jungen Schauspieler in den Schulen zu verbessern und für die Aufführung die Möglichkeit einer öffentlichen Bühne zu bieten. Dabei begleitet die Initiative bei Bedarf die Proben und die Entstehung des Stücks mit Dozenten, die über reichlich Erfahrung in ihrem Fach verfügen, beispielsweise Schauspiel oder Theater.

In diesem Jahr waren sechs Schulen im Kreis Düren am Projekt beteiligt. In der Städteregion waren laut Thomas Lüttgens bei den Schultheatertage 50 Schulen mit rund 2000 Schülern aktiv.

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