„Schultankstelle“ bietet Geodreieck und Ranzen ohne Formulare

Von: gre
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Sachspenden aus der Käthe-Kollwitz-Realschule für die „Schultankstelle“: v. l. Vertrauenslehrerin Gerlinde Cremer, Pfarrer Charles Cervigne, Michaela Stroben und Rektor Helmut Gehring. Foto: Greven

Aldenhoven. Die „Schultankstelle“ an der Evangelischen Kirchengemeinde Aldenhoven ist seit vier Jahren in Betrieb. Hier können Kinder aus sozialschwachen Familien ihren Schulbedarf „tanken“. Vom Heft über das Geo-Dreieck bis zum Schulranzen ist zwar nicht alles, aber vieles hier zu haben.

Es stammt großenteils aus Spenden, auch aus Sachspenden von Schülern, die die Sachen nicht mehr brauchen. Seit einigen Jahren helfen auch die Schüler der Käthe-Kollwitz-Realschule mit. Die Schülervertretung hat sich zusammen mit ihrer Vertrauenslehrerin an die Schüler, deren Eltern und auch an das Kollegium gewandt und um einen „solidarischen Beitrag“ für die Kinder minderbemittelter Eltern gebeten.

Nach ihrer Meinung sollen zum Beispiel die „i-Dötzchen“ nicht mit einer „Aldi-Tüte“ zur Schule gehen müssen. Mit den Worten „Das ist erst der Anfang“ präsentierte Kunstlehrerin Gerlinde Cremer im Beisein von Rektor Helmut Gehring der evangelischen Gemeinde einen ersten Erfolg. Als Erfolg wird ebenso verbucht, dass Schüler, die in geschützten Verhältnissen aufwachsen, ein Bewusstsein für soziale Nöte nicht nur in der „Dritten Welt“, sondern auch innerhalb der engeren Umgebung entwickeln und bereit sind zu helfen. „Wir meinen, dass auch das zu unserem Bildungsauftrag gehört“, so Gehring.

„Helfen will gelernt sein“, betonte Michaela Stroben, Koordinatorin des Familienzentrums. Sie verweist auf zahlreiche Mitbürger verweist, die die Schulpatenschaft für Kinder übernehmen und die von einem eigenen Glücksgefühl sprechen, wenn sie einem Schulneuling zu einer Erstausstattung verholfen haben. Pfarrer Charles Cervigne erwähnte die Möglichkeit, neben Geldspenden auch Gutscheine in Schreibwarengeschäften zu erwerben.

Es sei bisher noch stets gelungen ist, mit der Schultankstelle Bedürftigen zu helfen – „ohne zu fragen und ohne Berechtigungsschein vom Sozialamt“.

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