Schule im Sekundarbereich: Der Elternwille hat Priorität

Von: gre
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Aldenhoven. Mit der Entwicklung im Grundschulbereich und mit der künftigen Schulform im Sekundarbereich befasste sich der Schulausschuss in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag.

Insgesamt wird es in der Gemeinde Aldenhoven ab dem neuen Schuljahr 119 Schulneulinge geben, 48 in Siersdorf und 71 in Aldenhoven. Von den Aldenhovener Kindern wurden 58 in der Gemeinschaftsgrundschule und 13 in der Katholischen Grundschule angemeldet. Diese 13 Neulinge reichen nicht aus, um hier eine Eingangsklasse bilden zu können.

Sie mussten deshalb „nebenan“ in der GGS angemeldet werden. Beide Schulen sind ohnehin nach dem Ausscheiden von Schulleiterin Hildegard Viehöfer-Emde zu einer Verbundschule zusammengefasst worden, die von der Rektorin der GGS, Esther Josten, geleitet wird.

Wesentlich mehr Raum für Informationen und Diskussionen bot das Thema „künftiger Sekundarschulbereich“. Hier bestand Einmütigkeit im Ausschuss, dass diesmal die Entscheidung frühestmöglich getroffen werden muss, da zweifelsohne die Negativentscheidung der Eltern für die Gesamtschule zumindest zum Teil auf die kurze Zeitspanne für die Wahl der Schulform zurückzuführen ist.

Das möchte man nicht noch mal erleben. Deshalb hat die Verwaltung schon jetzt mit den Eltern der Drittklässler Gespräche geführt, um deren Willen zu erkunden. Zurzeit gibt es in der Gemeinde 139 Drittklässler. Allerdings waren bei diesem ersten Gespräch nur etwa 50 dabei, die allerdings der Verwaltung für weitere Informationen wichtige Anregungen mit auf den Weg gegeben haben.

Bürgermeister Tertel berichtete über ein gemeinsames Gespräch mit Linnich bei der Bezirksregierung mit Ziel, für das Schuljahr 2014/15 ein weiteres Genehmigungsverfahren in die Wege zu leiten. Für die Regierung hat der Elternwille Priorität. Deshalb solle die Elterninformation „ergebnisoffen“ gestaltet werden, allerdings mit dem Ziel, den Schulstandort Aldenhoven für den Sekundarbereich zu erhalten. Verschiedene Optionen wurden hier diskutiert in Verbindung mit den Vorgaben der Bezirksregierung. Für eine Sekundarschule in Aldenhoven werden 75 Anmeldungen gebraucht, wird sie von zwei Kommunen betrieben sind 100 Anmeldungen vonnöten.

Für eine Gesamtschule müssen es insgesamt für eine Vierzügigkeit 100 sein. Diese kann nur in horizontaler Form betrieben werden. Auf den Einzugsbereich bezogene Eingangsklassen in Aldenhoven und Linnich, wie für 2013/14 genehmigt, werde es nicht geben. Werde man sich wiederum für die Gesamtschule entscheiden, müsse man mit dem gleichen „Störmanöver“ der Nachbarkommunen wie zuletzt rechnen. Der Ausschuss forderte ein schnelles Handeln der Verwaltung, beginnend unmittelbar nach den Osterferien.

Die Eltern sollen ausgiebig und für jedermann verständlich informiert werden unter Einbeziehung der Schulwegfrage und die Meinungsbildung konkret erforscht werden. Über das Ergebnis möchte der Schulausschuss schon am 18. April informiert werden. Ziel ist, dass die aufsichtsbehördliche Genehmigung bereits im 3. Quartal vorliegt, um den Eltern ausreichend Gelegenheit zur endgültigen Schulwahl zu geben.

Der Antrag des türkisch-islamischen Kulturvereins auf Betrieb einer Lautsprecheranlage für den Gebetsruf wurde vertagt, weil hier noch verschiedene offene Fragen zuvor geklärt werden müssen. Nach Meinung von Georg Krapp (CDU) befindet sich die Moschee in der Gartenstraße in einem Wohngebiet und nicht wie angenommen in einem Mischgebiet, wo andere Schutzvorschriften zu beachten sind.

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