Schulausschuss erwartet Einigung über „Gestaltung der Mittagspause”

Von: hfs.
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Zufrieden zeigte sich der Schualauschuss mit der Neugestaltung der Realschulsporthalle, dank der Mittel aus dem Konjunkturpakets II. Foto: hfs.

Linnich. „Man kann doch wohl vom Schulausschuss nicht erwarten, jetzt Richter zu spielen. Die zwei Schulen müssen sich einig sein. Klären sie dies, aber mit Einigung.” Die Verärgerung von CDU- Ausschussmitglied Hans-Willi Dohmen war nicht zu überhören.

Sie richtete sich direkt an die beiden Schulleiterinnen Reinhild Behr-Bennemann (Realschule) und Renate Schäfer (Hauptschule). Der Ausschuss sollte über eine Beschlussfassung über das künftige erweiterte Schulangebot - Nachmittagsunterricht und Angebot einer Mittagsmahlzeit - abstimmen.

„An der Hauptschule wird auf freiwilliger Basis eine Hausaufgabenbetreuung angeboten”, heißt es im ersten Satz der Verwaltungsvorlage. Womit Renate Schäfer überhaupt nicht einverstanden war.

„Man muss doch zuerst einmal über die Modalitäten reden”, meinte sie, stimmte grundsätzlich zu, obwohl die entsprechenden Schulgremien noch nicht befragt werden konnten.

„Dies kann ich doch nicht im Alleingang als Schulleiterin machen”, wies sie darauf hin, dass Schüler und Lehrer Zustimmung signalisiert hätten, nur die Elternpflegschaft - die war an diesem Abend geladen, stimmte auf Nachfrage ebenfalls zu - noch nicht bis zur Schulausschussitzung befragt werden konnte.

„Modalitäten zweitrangig”

„Für mich sind die Modalitäten zweitrangig”, meinte Behr-Bennemann. Sie monierte, dass die „Hauptschule es seit zwei Jahren nicht nötig hatte, entsprechenden Landesfördermittel von je 15.000 Euro pro Schuljahr abzurufen. Denn die können dann auf eine andere Schule übertragen werden.” Ihrer Meinung nach auf die Realschule, denn die bietet seit einiger Zeit Nachmittagsunterricht an, muss bis spätestens zum 31. Januar 2011 eine einstündige Mittagspause einführen. Mit der Möglichkeit für die Schüler, eine Mensaverpflegung einzunehmen.

„In einem geeigneten Raum”, heißt es in den Bestimmungen, die gleichzeitig besagen, dass die Schule in dieser Zeit die Aufsicht gewährleistet. Dass vorläufig an der Hauptschule kein Nachmittagsunterricht stattfinden wird, dies betonte die Schulleiterin. „Dafür habe ich überhaupt keine Lehrer.” Somit würde für die Hauptschüler eine Mensa-Mittagsverpflegung überhaupt kein Thema sein.

„Wofür soll ich dann Gelder beantragen, die ich nachher bei Wegfall der Voraussetzungen zurückzahlen muss?” Erfahrungen diesbezüglich hätte man ja in der Vergangenheit gesammelt. Durch die freiwilligen Unterrichtsangebote an den Nachmittagen. Die zu Beginn stark frequentiert, mit Fortdauer aber auf ein Minimum an Schülern gesunken sei. Auf Nachfrage betonte Renate Schäfer, dass die Elternpflegschaft grundsätzlich der freiwilligen Hausaufgabenbetreuung zugestimmt hätte. „Aber sie haben auch gesagt, dass sie die Fördergelder bei der eigenen Schule belassen wollen.”

Diese müssen bis zum 31. Dezember diesen Jahres für das nächste Schuljahr beantragt werden. So lange kann die Hauptschule aber nicht warten. Denn der Schulausschuss trifft sich in zwei Wochen zu einer Sondersitzung. Und bis dahin möchte man in dieser Frage Einigkeit sehen.

Die Sondersitzung ist aber auch notwendig, weil im Rahmen des Konjunkturpaketes II Mittel zur Sanierung des Schulhofes der Grundschulen in Höhe von 25.000 Euro fließen werden. Da liegen jetzt die Pläne vor, ob die Mittel aber reichen werden, dies ist fraglich. So wird denn auch über eine mögliche Aufstockung beraten werden und über das von Margit Paulißen, Leiterin der Gemeinschaftsgrundschule, angesprochene „erhebliche Gefährdungspotential auf dem Schulhof.” Wovon der Ausschuss überrascht war und zum ersten Mal hörte.

Kein Thema wird bei der Sondersitzung die von der Realschule erhobene Forderung nach Einrichtung einer Mensa sein. Damit will man sich, so die Ausschussmeinung, zu einem späteren Zeitpunkt befassen.
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