Schülertransport in Jülich verbesserungswürdig

Von: tee/vpu
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Heinz-Günther Ervens (r.) und Schulamtsleiter Gert Marx nahmen von Veronika Bläsen die Auswertung der Schüler-Transfer-Umfrage entgegen.

Jülich. Im Sommer 2014 kommt es zum großen Stühlerücken in der Stadt Jülich. Dann beziehen die Jülicher Real- und die Sekundarschule das dann sanierte Schulzentrum Linnicher Straße. Das ist auch eine logistische Herausforderung an die Transportmittel Bus und Bahn, allerdings für viele Eltern von Fahrschülern mitunter ein leidiges Thema, weil es doch an vielen Ecken hapert.

2014 wird es durch den Umzug von Real- und Sekundarschule ins Jülicher Schulzentrum Linnicher Straße im Nordviertel eine Konzentration von sechs Schulen geben. Aus diesem Anlass müssen die Fahrpläne neu angepasst werden. Das ist natürlich auch eine Chance, Veränderungen im besten Sinne herbeizuführen. Dafür gibt es nun eine fundierte Grundlage.

Veronika Bläsen, stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende des Gymnasiums Zitadelle, hat einen Fragebogen entworfen, der die Erfahrungen und häufigsten Probleme zusammentragen soll. Am Gymnasium Zitadelle ist die freiwillige Aktion bereits erfolgreich abgeschlossen. Über 75 Prozent der Fahrschüler haben den ausgefüllten Bogen zurückgegeben: 463 von 620 verteilten Fragebögen kamen zurück.

Ein besonderer Dank, so betont Veronika Bläsen, gilt hier der kommissarischen Schulleiterin Angelika Wilms-Markett, den Sekretärinnen der Schule und den Klassenlehrern, ohne die eine Umsetzung dieser Aktion nicht möglich gewesen wäre.

Die Auswertung des Gymnasiums Zitadelle hat Veronika Bläsen jetzt an die zuständigen Amtsleiter Gert Marx und Heinz-Günther Ervens übergeben. Marx zeigte sich über diese Initiative sehr erfreut.

Die Stadtelternschaft Jülich hat beschlossen, dieses Vorhaben zu unterstützen, da im Querschnitt der Schullandschaft gravierende Probleme beim Schülertransfer auftraten. Veronika Bläsen hat den Fragebogen allen Jülicher Schulen zur Verfügung gestellt, die sich fast geschlossen hinter ein Projekt stellen. Bis zum Halbjahreszeugnis im Februar wird die Auswertung an den teilnehmenden Schulen abgeschlossen sein und ebenfalls an das Schulamt weitergeleitet werden.

Die ersten Ergebnisse nach der Befragung am Gymnasium Zitadelle: Bei den Linien 283, 284 und 90 und der Bahnverbindung Düren-Jülich hat es laut Veronika Bläsen keine bemerkenswerten Pro-bleme gegeben. Bei der Bahnlinie Jülich-Linnich sieht das schon anders aus. Die Wagen seien sowohl morgens als auch kurz nach 13 Uhr überfüllt, da nur ein Triebwagen eingesetzt werde.

Überfüllte Busse am Morgen und kurz nach 13 Uhr gibt es laut Befragung auf den Linien 279, 281, 6, SB 11 und S.

Bei den Linien 238, 270 und 284 erfolgt die Abfahrtszeit bereits kurz vor Unterrichtsende um 15.40 Uhr.

Bei den Linien 270 und 284 würden morgens mitunter Kinder stehen gelassen, weil die Busse so überfüllt seien.

Einige Eltern schrieben von „Mobbing“ an Haltestellen und in den Bussen. „Hier könnten in den Schulen ausgebildete Schulscouts Abhilfe schaffen“, schlägt Veronika Bläsen vor, die auch in diesem Punkt die Stadtelternschaft hinter sich weiß.

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