Schülerlabor soll neugierig machen

Von: Antonius Wolters
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Thomas Rachel (v.r.) und FZJ-Vorstandsvorsitzender Prof. Achim Bachem kurbeln die neue JuLab-Flagge hoch. Links im Bild JuLab-Leiter Karl Sobotta, der sich ebenfalls über die Erweiterung freute. Foto: Wolters

Jülich. Das Mädchengymnasium Jülich, eine von neun Kooperationsschulen des Schülerlabors JuLab im Forschungszentrum Jülich, kam am Donnerstag mit der größten Delegation zur Einweihung des rund 2,1 Millionen Euro teuren Erweiterungsbaus.

Auf 690 Quadratmetern, die sich über drei Etagen verteilen, sind in den vergangenen beiden Jahren Seminar- und Laborräume entstanden, in denen Schülerinnen und Schülern Lust auf Naturwissenschaften gemacht werden sollen. Während in den bestehenden Räumen die Themen Biologie und Chemie weiterhin im Mittelpunkt stehen, sollen im Neubau insbesondere Mathematik, Physik und Technik für die Pennäler experimentell erfahrbar werden.

Symbolisch die Flagge gehisst

Als Symbol für die erfolgte Einweihung griffen Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des FZJ, und Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel zur Kurbel, um die neue Flagge am Schülerlabor zu hissen. „Der Nachwuchs hat bei uns oberste Priorität“, hatte Bachem zuvor die Gäste zu dem „wichtigen Akt“ begrüßt.

So sei es dem Vorstand letztlich auch gelungen, Mittel aus dem engen Etat des FZJ für dieses Projekt herauszuquetschen, das nicht zu den Kernaufgaben des Zentrums zählt. „Wir haben noch viel vor“, wagte er auch einen Ausblick in die Zukunft, wenn das JuLab auch für jüngere Altersgruppen geöffnet werden soll. Die dazu notwendigen räumlichen Kapazitäten – jährlich besuchen rund 3500 Mädchen und Jungen das Schülerlabor – sind durch den Erweiterungsbau geschaffen worden.

„Als Ort der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses spielt das JuLab im Forschungszentrum Jülich eine wichtige Rolle. Gleichzeitig ist es durch seine viele Kooperationen mit Regelschulen aus dem gesamten Kreisgebiet ein wichtiger Fixpunkt für die Vernetzung des Forschungszentrums mit der Region“, beleuchtete Bachem einen weiteren wichtigen Aspekt.

„Durch das JuLab werden gerade Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Düren für Forschung begeistert, indem Naturwissenschaft greifbar und anschaulich vermittelt wird“, lobte Rachel die regionale Komponente des JuLab-Konzeptes. „Wissenschaftlicher Nachwuchs ist der Schlüssel zu wirtschaftlichen Innovationen und somit letztlich zum Wohlstand unseres Landes. Deshalb hat die Bundesregierung den Ausbau des Schülerlabors nachdrücklich unterstützt“, wurde er nicht müde, um weiteren Fachkräfte-Nachwuchs zu werben.

Wie sich der Besuch im Schülerlabor auswirken kann, wird am Beispiel des Mädchengymnasiums deutlich: Im JuLab haben die Schülerinnen offenbar so sehr Feuer gefangen, dass im MGJ ein Physik-Leistungskurs zustande gekommen ist.

Rachel machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass das Forschungszentrum auch bei den dualen Studiengängen, in denen Theorie und Praxis zusammengeführt werden, in Kooperation mit FH und RWTH federführend tätig ist. Mit dem Plan, künftig auch die Berufskollegs anzusprechen, solle übers JuLab die Schnittstelle Schule–Beruf stärker in den Fokus genommen werden.

Lehrerausbildung im JuLab

„Forschung und Bildung sind zwei Seiten der gleichen Medaille“, soll mit dem JuLab auch die Aus- und Fortbildung von Lehrern verändert werden. Es gehe darum, neue didaktische Erfahrungen einzubeziehen, „wie die Neugier bei den jungen Leuten zu wecken ist“. In diesem Zusammenhang setzte sich der Staatssekretär dafür ein, Ausbildungen und Qualifikationen bundeslandübergreifend anzuerkennen.

„Die Erfolgsgeschichte geht weiter“, führte Karl Sobotta als JuLab-„Hausherr“ die Gäste durch die neuen Labore und Seminarräume, die FZJ-weit genutzt werden können. Hier experimentierten zur Demonstration Pennäler der Kooperationsschulen. Das MGJ hatte zudem seine Schülerinnenfirma „Essbar“ mitgebracht, die den Imbiss für die Einweihungsfeier bereitet hatte und die Gäste auch mit kühlen Getränken versorgte.

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