Schüler experimentieren: Für Landeswettbewerb qualifiziert

Von: hfs.
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„Algen können als Energiequelle genutzt werden“, sagen Maxine und Mika (v.l.) Rösner. Für Henrike Wille und Annika Lothmann (rechtes Bild v.l.) hält das Pascalsche Dreieck große Faszination bereit. Foto: hfs.
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„Algen können als Energiequelle genutzt werden“, sagen Maxine und Mika (v.l.) Rösner. Für Henrike Wille und Annika Lothmann (rechtes Bild v.l.) hält das Pascalsche Dreieck große Faszination bereit. Foto: hfs.

Jülich. Der Wettbewerb „Jugend forscht“ feiert Jubiläum, wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Schon seit 15 Jahren richtet das Forschungszentrum Jülich den Regionalwettbewerb aus, deren Sieger sich über den Landeswettbewerb NRW zum Bundesfinale in Ludwigshafen Ende Mai qualifizieren können.

Die erste Hürde, sprich Platz 1 in der Sparte „Schüler experimentieren“, schafften gestern die Geschwister Maxine und Mika Rösner aus Aldenhoven-Schleiden (Fach Biologie) beziehungsweise Henrike Wille und Annika Lothmann (Mathematik). Erstere besuchen das Gymnasium Haus Overbach, die Jülicher Schülerinnen werden am Gymnasium Zitadelle unterrichtet.

„Wenn wir einmal im Jahr unseren großen Teich sauber gemacht haben, gestaltete sich dies zu einer Familienaktion“, erklärte Maxine Rösner den Hintergrund, warum sie mit ihrem Bruder der Fragestellung nachging, ob Algen als Energiequellen der Zukunft dienen können. „Fossile Brennstoffe sind endlich, wenn wir gesäubert, alle Pflanzenreste und Algen aus dem Wasser geholt hatten, kamen die auf einen großen Komposthaufen“, berichtet der Elfjährige über das Prozedere im heimischen Garten.

Dass das vermehrte Pflanzenwachstum dem Wasser schadete, die Qualität immer schlechter wurde, sei die eine Seite gewesen. Die andere war die Tatsache, dass die Wassertiere darunter litten. Doch warum sollte der Komposthaufen brach liegen? Die Frage beschäftigte die beiden Jungforscher. Die Idee, daraus eine Enrgiequelle zu machen, sprich: einen kleinen Bioreaktor zu bauen, gingen sie intensiv nach. „Denn bei der Verwesung der Pflanzen entsteht Methangas“, wissen die Schüler aus dem Chemieunterricht.

Dieses Gas könne gespeichert, verbrannt und als Wärmequelle genutzt werden. „Außerdem sind wir der Frage nachgegangen, welche Algenart man am besten züchten kann“, sagte die 14-jährige Maxine den Besuchern. Ausgesucht wurde schließlich die Fadenalge. Die Jury befand das Experiment der beiden Jungforscher als förderwürdig, belohnte beide mit dem 1. Preis.

Einen solchen erhielten auch Henrike Wille (13) und Annika Lothmann (13) aus Jülich. Im Pascalschen Dreieck gingen sie faszinierenden Eigenschaften auf den Grund. „Auf den ersten Blick ist es langweilig, aber beim genauen Betrachten erkennt man unerwartete und interessante Zahlenfolgen“, gab Henrike Wille das Geheimnis preis.

„Denn jedes Element, was ungleich 1 ist, bildet die Summe der Diagonalen über diesem Element. „So ergeben denn viele diagonale Zahlenreihen auch viele unterschiedlich große Dreiecke. Die dann auch selbst wieder verschiedene Muster zeigen“, sagt Annika Lothmann.

Beide Experimente werden auch beim Landeswettbewerb vom 23. bis 25. März in Leverkusen an den Start gehen.

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