Schüler dürfen Ausbildung „live” erleben

Von: ng
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Im Labor hatten die Schüler die Möglichkeit, den Azubis bei spannenden Experimenten über die Schulter zu schauen und selbst zu experimentieren. Foto: Gottfroh

Jülich. „Welcher Beruf passt am besten zu mir?” Oder: „Ist mein Traumberuf der Richtige für mich?” Diese Frage stellt sich jeder Schüler am Ende seiner Schullaufbahn. Um der Beantwortung dieser Frage ein Stückchen näher zu kommen, pilgerten hunderte Schüler aus der Region zum Berufsinformationstag in der Zentralen Berufsausbildung im Forschungszentrum Jülich.

Dort konnten sie aus nächster Nähe auf berufliche Perspektivensuche gehen und Ausbildung einmal Live erleben.

Das Forschungszentrum gehört zu den größten Ausbildungsbetrieben in der Region und stellt im kommenden Ausbildungsjahr rund 85 Auszubildende ein. Ein guter Grund also, sich die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten einmal genauer anzuschauen und auch aktiv am Geschehen im FZJ teilzunehmen.

Haupt-, aber vor allem Realschüler und Gymnasiasten lernten die 22 Ausbildungsberufe kennen, die das Forschungszentrum anbietet und die die Tätigkeitsfelder Naturwissenschaften, Technik sowie Kaufmännische Berufe abdecken. Aber auch Ausbildungen in anderen Berufsspalten wie der Systemgastronomie oder im Sicherheitsgewerbe bietet das FZJ an.

Bei Abiturienten sind aber vor allem die Dualen Studiengänge besonders begehrt. „In diesem Jahr haben wir erstmals gemeinsam mit den Kooperationspartnern, zu denen die Berufskollegs und die Fachhochschulen gehören, informiert. Der Ansturm auf diese Infoveranstaltung war so groß, dass es kaum möglich war, jedem die Möglichkeit zum Zuhören zu bieten. Darum werden wir im nächsten Jahr auf einen größeren Raum zurückgreifen müssen”, erklärte Silke Dolfen, Mitorganisatorin des Infotag und Ausbilderin der Technischen Zeichner.

Sechs Duale Bachelor Studiengänge, bei denen Studium und Ausbildung kombiniert werden, bietet das FZJ an. Angeboten wird unter anderem ein Abschluss als Bachelor of Science in Scientific Programming und Mathematisch-technischer Softwareentwickler (IHK). „Mit den Dualen Studiengängen möchten wir vor allem auf die doppelten Abiturjahrgänge reagieren”, informiert Organisator Ingo Wirtz.

Kontakte knüpfen

Die Jugendlichen erhielten nicht nur wichtige und hilfreiche Informationen, sondern konnten aktiv in Berufszweige eintauchen. Viel gab es zu entdecken, die verschiedenen Ausbildungsbereiche hatten sich wunderbar auf den Schüleransturm vorbereitet und ließen bei den Interessierten keine Langeweile aufkommen.

So lernten die Schüler die Lehrberufe nicht nur in der Theorie kennen, sondern hatten auch die Möglichkeit, berufstypische Tätigkeiten auszuprobieren und Projektarbeiten zu bestaunen. „Die jungen Besucher sollen hier ein Gefühl für Technik bekommen und auch mal selbst einige Teile in die Hand nehmen, damit sie wissen, worauf sie sich in einer 3-jährigen Ausbildung einlassen. Wir geben den jungen Menschen nicht einfach nur Hochglanzprospekte in die Hand, sondern bieten ihnen die Möglichkeit, mit Auszubildenden und Ausbildern aktiv in Kontakt zu treten, das künftige Arbeitsumfeld kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen”, so Wirtz.

Begeistert waren die Schüler vor allem von den Projekten und Aktionen, die von Azubis präsentiert wurden. So gab es ein ganz besonderes Exponat, dass allen Spielbegeisterten große Freude machte. Jeder Ausbildungsbereich hatte sich Aktionen ausgedacht, die die Besucher zu fesseln wussten. So hatte ein Team Auszubildender im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs einen elektronisch gesteuerten Airhockeytisch gebaut: Vom Entwurf über die Steuerung bis hin zur Elektronik haben die Azubis alles selbst gemacht.

Fettanteil aus Chips bestimmen

Viele Schüler ließen es sich nicht nehmen, den flotten Puck einmal selbst eine Runde über den Tisch zu schicken. In den Arbeitsräumen der Chemielaboranten schauten naturwissenschaftlich begeisterte Schüler den Azubis dabei zu, wie sie verschiedene Stoffe aus Lebensmitteln extrahierten.

So sahen viele Schüler gebannt dabei zu, wie die der Fettanteil in Chips bestimmt wurde, was vor allem viele Schülerinnen dazu veranlasst hat, in Zukunft auf die Knabbereien zu verzichten. Dagegen war bei den Technischen Zeichnern Fingerfertigkeit gefragt, denn dort konnten sie der Kreativität freien Lauf lassen und am Zeichenbrett selbst einmal zeigen, was sie drauf haben.

Am Ende des Tages waren die Besucher begeistert und in Bezug auf ihre berufliche Zukunft ein wenig schlauer. „Das ist eine wirkliche tolle Aktion”, kommentierte der 18-jährige Gymnasiast Simon. Er möchte Chemielaborant werden und ist sich jetzt sicher, dass er diesen Weg einschlagen wird.
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