Jülich - Schrödinger-Preis für Jülicher Materialforscher

Schrödinger-Preis für Jülicher Materialforscher

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Das Implantatpaar PlivioPore wird zwischen zwei Rückenwirbeln fixiert. Die besondere poröse Struktur, die durch das Jülicher Herstellungsverfahren erzielt wird, sorgt für schnelles Verwachsen mit den Knochen. Damit können Beschwerden nachhaltig gelindert werden. Foto: Synthes

Jülich. Für die Entwicklung eines innovativen Werkstoffes für Wirbelsäulenimplantate werden in diesem Jahr Jülicher Energieforscher und ein Experte der Schweizer Medizintechnik-Unternehmens Synthes geehrt. Sie teilen sich den mit 50.000 Euro dotierten Schrödinger-Preis der Helmholtz-Gemeinschaft und des Stifterverbands.

Die Material-Experten Dr. Martin Bram, Dr. Hans-Peter Buchkremer und Prof. Dr. Detlev Stöver vom Jülicher Institut für Energieforschung haben ein patentiertes Herstellungsverfahren entwickelt, um maßgeschneiderte Poren in Werkstoffen zu erzeugen, wie sie etwa bei Hochtemperatur-Brennstoffzellen in der Energietechnik eingesetzt werden.

In Zusammenarbeit mit Synthes, für das Dr. Thomas Imwinkelried die Auszeichnung erhielt, wurde das Verfahren für den Werkstoff Titan optimiert. Für medizinische Anwendungen sollen die Poren genau die richtige Größe haben, um Besiedlung durch Knochenzellen zu ermöglichen. Ein poröses Implantat wächst dadurch binnen kurzer Zeit als Ersatz für eine defekte Bandscheibe fest an die benachbarten Wirbel an. Synthes vertreibt die Implantate mit dem Jülicher Knowhow unter dem Markennamen „PlivioPore”.

Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, gratulierte den Preisträgern. Er freue sich über den erneuten Beweis, dass innovative Impulse aus Jülich zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen.

Mitarbeiter des Forschungszentrums Jülich erhielten bereits 2002 und 2005 den Schrödinger-Preis für die Effizienzsteigerung von Tensiden bzw. die Entwicklung eines neuartigen Hirnschrittmachers.
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