Schophoven surft jetzt deutlich schneller

Von: jan
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Anja Oppermann erklärt Ortsvorsteher Matthias Hahn (2.v.r.) und den Indener Ratsherren aus Schophoven, welche Möglichkeiten sich mit dem Glasfaseranschluss für Schophoven in Zukunft bieten. Foto: Guido Jansen

Inden. Bis zum Ende des vergangenen Jahres ging Schophoven auf einer Krücke. Zumindest was die Versorgung mit Internet anging. Mit Müllenark hat der Indener Ortsteil eines der am schnellsten wachsenden Baugebiete in der Region. In Sachen Anbindung an das weltweite Netz hinkte Schophoven aber deutlich hinterher.

Der Tagebau Inden hat nicht nur den Ort Pier gefressen, sondern auch die Möglichkeit, Schophoven ans schnelle Netz anzuschließen. „Als Pier verschwunden ist, war die Leitung gekappt. Wir haben sie damals mit alter Technik nachgebaut. Die war aber mittlerweile überlastet“, schildete Telekom-Regiomanagerin Anja Oppermann. Das hat die Telekom Ende vergangenen Jahres geändert und 1300 Meter Glasfaserleitungen in Schophoven verlegt.

„Das hat das Unternehmen komplett auf eigene Kosten getan, ohne dass es dafür öffentliche Fördergelder gab. Dafür sind wir sehr dankbar“, sagte Ortsvorsteher Matthias Hahn jetzt, als die neue schnelle Datenautobahn in Schophoven vorgestellt wurde.

Als Dankeschön überreichte er eine Grafik mit Schophovener Sehenswürdigkeiten an Oppermann, die laut Hahn dafür gesorgt habe, dass das schnelle Internet für Schophoven erfreulich schnell möglich wurde. Die Grafik zeigt auch einen Schaltkasten des Unternehmens. Und eine Rakete für das schnelle Netz und die schnelle Verwirklichung. Seit dem 31. Dezember sind bis zu 100 Mbit möglich. Vorher seien es sechs gewesen, wenn überhaupt...

Der Auslöser, warum Hahn Kontakt zur Telekom aufgenommen hatte und schließlich bei Oppermann gelandet war, sei die Beschwerde eines Studenten gewesen. „Er sagte, dass er in Schophoven nicht die Chance habe, über das Internet mit seiner Hochschule zu kommunizieren“, sagte Hahn.

„Wir haben hier sehr viele junge Menschen, für die die Versorgung mit dem Internet wichtig ist. Jetzt haben wir einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft gemacht“, erklärte Hahn, der sich auch dafür bedankte, dass das Unternehmen den Internetausbau so schnell vorangetrieben habe. Sogar an den Wochenenden sei gearbeitet worden.

Mit den bis zu 100 Mbit Download und 40 Mbit Upload sei das Ende der Fahnenstange laut Oppermann nicht erreicht. Physikalisch sei über Glasfaser perspektivisch mehr möglich. „Wer will, kann die Glasfaserleitung bis in sein Haus ziehen lassen“, sagte Oppermann. Die Kabelkanäle seien unterirdisch verlegt, lediglich den Anschluss vom Kanal bis ins Haus müssten die Bewohner herstellen.

Die Schophovener hätten die Chance auf schnelles Internet bei dem Telekommunikationsunternehmen bereits rege genutzt, schilderte Oppermann. In einem der vier Schaltkästen, die neu im Ort installiert wurden, hätte der Anbieter bereits zusätzliche Schaltmöglichkeiten installieren müssen.

Anwohner, die noch nicht schnell surfen, hätten die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen und sich über die unterschiedlichen Pakete zu informieren; entweder über das Internet oder in Außenstellen, beispielsweise in Jülich.

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