Schophoven pflanzt seinen 100-Alleen-Part

Von: ptj
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Die Spitzen der illustren Politikerrunde gießen einen Baum der neu angepflanzten Allee vor dem Aussichtspunkt Tagebau. Foto: Jagodzinska

Schophoven. Eine illustre Politikerrunde aus dem Kreis Düren, angeführt von Landrat Wolfgang Spelthahn, traf sich bei strahlendem Sonnenschein froh gelaunt auf dem Parkplatz vor dem Aussichtspunkt Tagebau, um die Umsetzung des „100-Alleen-Programms“ des Landes NRW zu präsentieren.

161 Bäume seltener Arten sind in zwei nahezu gleich langen Abschnitten auf einer Strecke von 1270 Metern an der K 43n von Schophoven bis zur L 12 angepflanzt. Bauherr ist der Kreis Düren. Zu 80 Prozent trägt das Land NRW die 58.000 Euro teure Maßnahme, somit sind die „Kosten weitgehend überschaubar“, wie MdL Josef Wirtz es ausdrückte.

Wie er in Erinnerung rief, berichtete unsere Zeitung schon im Oktober 2008 über den einstimmig beschlossenen Förderantrag aller Ratsmitglieder. „Kurz vor Toreschluss“ kamen die Initiatoren dann in den Genuss der Förderung. Schon früher gab es eine Allee auf der Krauthausener Straße, in unmittelbarer Nähe, die laut Wirtz bei alteingesessenen Schophovenern noch immer „Allee“ genannt wird. Damit knüpfen Kreis Düren und Gemeinde Inden nicht nur an eine alte Tradition an.

Die 161 Bäume der Arten Spitz- und Bergahorn, Esche, Traubeneiche, Speierling, Echte Mehlbeere, Winter- und Steinlinde sind nicht nur „eine optische Aufwertung“, wie der Landrat es auf den Punkt brachte. Sie filtern wie jede Allee bis zu 70 Prozent aufgewirbelter Feinstäube aus der Luft, produzieren Sauerstoff und verbrauchen im Gegenzug Kohlendioxid. „Die Pracht dieser Allee wird sich entfalten, wenn sie gewachsen ist und in voller Blüte steht“, darin waren sich alle Redner einig.

Der Indener Bürgermeister Ulrich Schuster wünschte sich als „unverwüstlicher Optimist“, „diese Allee auch in Richtung Merken fortzuführen“. Diesbezüglich sagte Tagebauleiter Dr. Stephan Strunck die Unterstützung des Bergbautreibenden RWE zu, der das Alleenprojekt in Sachen Logistik und Liegenschaften teilweise unterstützt hat. Der Schophovener Ortsvorsteher Peter Prost wünschte sich seinerseits, „dass alles schön gepflegt wird“. Daraufhin ermunterte Kreistagsabgeordneter Heinrich Hempsch zur Anbringung einer Informationstafel mit Details über die recht seltenen Baumarten.

Eine weitere Anregung aus der Politikerrunde war die Übernahme von Patenschaften für einzelne Bäume aus der Allee. „In der Eifel wird sogar Geld bezahlt für solche Patenschaften“, diese Überlegung rundete die Einweihungsreden ab. Die Damen und Herren gingen über zum „Büffet mit schmackhaftem lokalem Essen“.

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