Jülich - Schon vor dem Start der Sekundarschule gibt es viel Arbeit

Schon vor dem Start der Sekundarschule gibt es viel Arbeit

Von: Guido Jansen
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In den Gebäuden der Realschul
In den Gebäuden der Realschule Am Aachener Tor soll ab Sommer 2012 die neue Sekundarschule - bis zum Umzug beider Einrichtungen ins Schulzentrum Linnicher Straße 2014 - ihren Betrieb aufnehmen. Foto: Uerlings

Jülich. Im Sommer startet die Sekundarschule Jülich, wenn die Eltern mindestens 75 Kinder anmelden. Damit will die Stadt als Schulträger dem Rückgang der Schülerzahlen für Real- und Hauptschule entgegensteuern. Jahr für Jahr sollen die zwei schwächer werdenden Schulen abgebaut werden und in der neuen Sekundarschule aufgehen.

Ein neues pädagogisches Konzept soll den schwierigen Übergang möglich machen. In Beton gegossen ist das Konzept noch nicht, der Rahmen aber steht. Nachfolgend eine Betrachtung wichtiger Elemente.

Schulleitung: „Wir haben die Bezirksregierung gebeten, so schnell wie möglich eine kommissarische Schulleitung zu finden”, sagt Gert Marx vom Schulverwaltungsamt. Marx und Realschul-Konrektor Volker Achenbach, der ebenfalls an dem pädagogischen Konzept mitgerarbeitet hat, erwarten eine schnelle Entscheidung aus Köln. Denn die Anmeldezeiten für die Sekundarschule werden vermutlich identisch sein mit denen des Gymnasiums Zitadelle.

Diese sind vom 13. bis zum 15. Februar und am 23. und 24. Februar. Die vorübergehende Schulleitung soll dafür zuständig sein, das Anmelden der ersten Schüler über die Bühne zu bringen und das erste Schuljahr zu organisieren. „Da wartet jede Menge Arbeit”, so Achenbach. Zum 1. August, so der Plan der Bezirksregierung, soll die endgültige Schulleitung feststehen.

Lehrer: Die Pädagogen sollen zu zwei Dritteln von den Schulen kommen, die die Sekundarschule Schritt für Schritt ablöst. Die Rede ist von Haupt- und Realschule. Das verbleibende Drittel wird neu dazu geholt. Mitte oder Ende März, wenn die Schülerzahlen feststehen, wird die Bezirksregierung Kontakt zu den Kollegien von Haupt- und Realschule aufnehmen und abklären, welcher Lehrer wann zur neuen Schule wechseln kann.

Engpässe, weil es entweder an der neuen Sekundarschule noch zu wenig Schüler für einen Kurs gibt oder an den verschwindenden Schulen irgendwann zu wenig, werden sich kaum vermeiden lassen. Achenbach schlägt eine „Jülicher Lösung” vor, bei der Lehrer Kurse an der jeweils anderen Schule übernehmen.

Abitur: Die neue Sekundarschule hat keine gymnasiale Oberstufe. Trotzdem sollen die Schüler, insofern die Noten gut genug sind, auf das Abitur vorbereitet werden. Deswegen besteht die Möglichkeit, nach dem Abschluss zu den vertraglichen Kooperationspartnern Gymnasium Zitadelle oder Berufskolleg Jülich zu wechseln, optional auch zum Mädchengymnasium oder auf das Gymnasium Haus Overbach.

Grund- und Erweiterungskurse: Ab der siebten Klasse besuchen die Schüler, abhängig von ihren Leistungen, unterschiedlich anspruchsvolle Kurse in den Fächern Englisch und Mathematik. Hier werden erstmals die Weichen gestellt, ob das Kind später die mittlere Reife oder das Abitur anstreben kann. Bis zur Klasse neun können die Schüler je nach Leistung zwischen den Kursarten wechseln.

Selbiges gilt für Deutsch, dass ab der achten Klasse zweigeteilt angeboten wird. Welche weiteren Fächer ab der siebten Klasse differenziert unterrichtet werden, hängt von der Entwicklung bis 2014 ab. „Da wird die Schulkonferenz ein großes Mitspracherecht haben”, so Achenbach.

Ganztagsschule: An drei bis vier Nachmittagen pro Woche findet Unterricht statt. An den verbleibenden ein bis zwei Tagen stellt die Schule ein Zusatzprogramm, das sie mit Hilfe von Kooperationspartnern wie Sportvereinen oder der Musikschule bestreitet. Weil die Schule mehr Zeit pro Woche in Anspruch nimmt, soll es keine Hausaufgaben geben.

Sprachen: Englisch-Unterricht findet ab der fünften Klasse statt, Französisch kann ab der sechsten Klasse Teil des Stundenplans werden. Kann, weil Französisch oder eine Alternative erst ab Klasse sieben Vorschrift wird. Diese Alternative kann aus dem Bereich Hauswirtschaft, Musik/Kunst, Sozial- oder Naturwissenschaften, Informatik und Technik stammen. Sollten die Kurse von einer ausreichenden Zahl Schüler gewünscht werden, gehört eine dritte Fremdsprache ab der achten Klasse zum Stundenplan. Das könnte Spanisch oder Niederländisch sein.

Schul-Abschlüsse: Die Sekundarschule bietet die mittlere Reife sowie und den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10. Es besteht die Möglichkeit, im Anschluss die gymnasiale Oberstufe zu besuchen.
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