Boslar - Schnelles Internet in Boslar Dauerbaustelle

Schnelles Internet in Boslar Dauerbaustelle

Von: Guido Jansen
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So sieht es seit Monaten auf der Gereonsstraße in Boslar aus: Eine Baustelle umgibt den alten Bauernhof. Foto: Guido Jansen
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Das lässt tief blicken: In diesem Loch liegt die Muffe, die von der Telekom zunächst falsch installiert worden war. Foto: Guido Jansen

Boslar. Der Preis ist hoch, den Dr. Margret Peek-Horn aus Boslar gerade zahlt für das Verlegen einer schnellen Internetleitung in ihrem Heimatort. Denn das etwa einen dreiviertel Meter tiefe Loch, das seit Monaten im Bürgersteig direkt an den Grundmauern ihres alten Bauernhofes klafft, wird immer mehr zum Ärgernis, je länger es da ist.

„Das geht jetzt schon seit Januar so“, sagt Peek-Horn. Mehrfach sei das Loch in den vergangenen Wochen voll Wasser gelaufen. „Ich weiß nicht, ob das so gut ist für die Grundmauern unseres alten Hauses“, sagt Peek-Horn. Dazu komme, dass sie wegen der Absperrung weder an ihren Vorgarten noch an einen Teil der Hausfassade heran komme – ganz abgesehen von dem ständigen Dreck, den die Baustelle verursache.

„Das Schlimmste ist aber diese totale Ohnmacht, dass es einfach keinen Ansprechpartner gibt, der uns sagen kann, wo das Problem liegt und wie es weiter geht“, sagt die Hausbesitzerin.

In dem Loch ist eine Tiefbaufirma tätig, dazu die RWE-Tochter Westnetz, das Kommunikationsunternehmen NetAachen als künftiger Betreiber der Leitung und die Telekom. Zwischenzeitlich hatte sich auch die Stadt Linnich eingeschaltet. Peek-Horn schildert, dass sie das Gefühl habe, mit lauter Hasen zu sprechen, wenn sie klären will, was Sache ist. Getreu dem Motto: Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.

Ausnehmen aus der Hasen-Gesellschaft will die Anwohnerin die Stadt. Die habe sich gekümmert, beispielsweise als es am Beginn der Bauarbeiten darum gegangen sei, dass ein Verteilerkasten direkt vor dem Eingang ihres Gartens errichtet werden sollte. Innerhalb einer Stunde sei es geregelt gewesen, dass der Kasten an eine andere Stelle kommt.

Damals, im Winter, rechnete Peek-Horn noch damit, dass aus der Baustelle kein Zustand der Dauerbelagerung werden würde. Jetzt dauere dieser schon acht Monate an.

Der zuständige Westnetz-Mitarbeiter Lothar Kurz spricht davon, dass die Baustelle seit Mitte März offen sei. „Sie hätte spätestens vor dem Beginn der Sommerferien fertig sein sollen“, sagt er. Das Problem sei, dass die Telekom dort eine Muffe installiert habe, die angesichts ihrer Größe zu hoch verlegt worden sei. Diese sei so groß wie zwei Zehn-Liter-Eimer. „Da haben wir die Telekom drauf hingewiesen. Es hat allerdings sehr lange gedauert, bis wir den zuständigen Ansprechpartner gefunden hatten.“ An den anderen Baustellen in der Nachbarschaft, in der es keine Muffen-Probleme gab, waren die Löcher zeitnah wieder verschlossen.

Mittlerweile sei die Muffe tiefer verlegt worden. Jetzt wartet Westnetz darauf, dass die Telekom die Leitungen noch einmal prüft, bevor sie die Tiefbaufirma beauftragt, das Loch zu schließen. „Wir hoffen, dass das jetzt sehr schnell geht, noch in dieser Woche“, sagte Kurz. Margret Peek-Horn traut dieser Ankündigung noch nicht. „Die Hoffnung, dass in dieser Woche alles fertig wird, habe ich schon seit Monaten. Ich frage nach, wie lange es noch dauern soll. Aber die Antworten verschwinden im Niemandsland der Telekom.“

Wenn alles fertig ist, dann soll eine Glasfaserleitung bis zum 50.000 MBit/S ermöglichen. Darauf warten NetAachen und die Internetnutzer aus Boslar. Margret Peek-Horn hofft dagegen, dass das Loch bald verschwunden ist.

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