Schnelle Datenautobahn in den Nordwesten

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Titz. Die Bemühungen der Gemeinde Titz, unterversorgte Ortsteile an ein leistungsfähiges Datennetz anzuschließen, sind einen Schritt weiter gekommen.

Und zwar mit dem Telekommunikationsunternehmen Soco Network Solutions GmbH in Düren. Die Firma bietet bereits in verschiedenen Städten und Gemeinden ihr Produkt „DN-Connect” an, wie Bürgermeister Jürgen Frantzen mitteilt.

Die Gemeinde Titz muss nun ein Leerrohrnetz vom Amelner Hauptverteiler der Deutschen Telekom AG in die unterversorgten Orte Hasselsweiler und Gevelsdorf realisieren. Nach dem Umbau der K 5 wird dieses Netz in Richtung Müntz verlängert, erklärt Frantzen.

Diese Leerrohre kann die Firma Soco künftig nutzen und verpflichtet sich im Gegenzug, die Orte spätestens drei Monate nach Realisierung des Netzes mit Glasfaserkabeln an ihr Netz anzuschließen. Nach der Vereinbarung mit Soco würden die Orte so eine Versorgung mit einer Geschwindigkeit von 16 MBit/s, mindestens aber 6 MBit/s im Download erhalten, sagt der Bürgermeister.

Ralshoven und Hompesch

Das zukünftige Leerrohrnetz, das laut Frantzen im Gemeindeeigentum verbleibt, wird durch die Gemeinde auch anderen Anbietern zur Verfügung gestellt. Sollte es zukünftig also neben Soco weitere Anbieter geben, können diese die Leerrohre ebenfalls zur Verlegung eigener Glasfaserkabel nutzen.

Weiter wird die Gemeinde prüfen, ob weitere Leerrohrstrecken, etwa nach Ralshoven und nach Hompesch, aus Konjunkturpaketmitteln realisiert werden können. Unabhängig davon werde es bereits über die Anbindung von Hasselsweiler, Müntz und Gevelsdorf auch in Ralshoven und Hompesch sowie Hottorf zu erheblichen Verbesserungen der Übertragungsgeschwindigkeit kommen, schätzt Frantzen. Ermöglicht wird die Investition durch Konjunkturpaketmittel in Höhe von rund 370000 Euro, die je zur Hälfte durch die Gemeinde Titz und den Kreis Düren aufgebracht werden.

Mit den Leitungen sollen bestehende Versorgungslücken insbesondere im Norden und Westen des Gemeindegebiets geschlossen werden: „Gerade in den Orten Hasselsweiler, Müntz, Hompesch. Gevelsdorf und Ralshoven sind nicht nur die bisherigen Bandbreiten äußerst schmal. Erschwerend kommt hinzu, dass alternative Anschlussmöglichkeiten, etwa der schnelle Weg ins Internet über Kabel-TV-Leitungen, von denen die Haushalte in Rödingen, Höllen, Kalrath, Opherten und Teile von Titz profitieren, im Nordwesten der Landgemeinde ebenfalls nicht verfügbar sind”, sagt Frantzen.

Die Gemeindeverwaltung hat nun ein Ingenieurbüro mit der konkreten Planung der Trassen beauftragt. Nach Vorliegen der Planung werden die Tiefbauarbeiten ausgeschrieben und anschließend vergeben. Sofern es nicht zu Verzögerungen kommt, werden zum Jahresende die ersten wirklich schnellen Verbindungen in den angeschlossenen Ortsteilen geschaltet werden, schätzt Frantzen.
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