„Schmaler Korridor” fürs Bauvorhaben Stadthalle

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
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Die Jülicher Vereine setzen sich stark für die Stadthalle ein, weil sie in der Stadt sonst keine geeignete Stätte mehr für ihre Veranstaltungen hätten. Foto: Uerlings

Jülich. Große Neuigkeiten hatte Beigeordneter Martin Schulz in Sachen Stadthalle nicht zu vermelden. In der Vergangenheit war mehrfach von der Schließung die Rede. Der Neubau einer Mehrzweckhalle am Stadtrand war im Gespräch, doch nach intensiven Diskussionen mit den Vereinen wurde beschlossen, die Stadthalle zunächst zu erhalten, um an gleicher Stelle eine neue zu errichten.

Kein Zeitdruck mehr

Im Frühjahr trat die Rurbau GmbH als potenzieller Investor auf den Plan. Sie meldete Interesse an dem Grundstück an, um dort eine neue Stadthalle zu errichten sowie ein Hotel mit Boardinghaus. Bis zum 15. September wollte sie eine Entscheidung der Stadt vorliegen haben, doch die wollte sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Mittlerweile ist die Rurbau von ihrem Ultimatum abgerückt, zeigt aber, so Schulz, nach wie vor Interesse an diesem Bauvorhaben.

Zunächst ein Gesamtkonzept

Die Pläne laufen darauf hinaus, dass zunächst einmal ein Bebauungskonzept für den gesamten Bereich an der Düsseldorfer Straße einschließlich dem entwidmeten Evangelischem Friedhof durch das Planungsbüro Prof. Dr. Aldinger erstellt werden soll.

Letztendlich führte all dies dazu, dass die Gerüchteküche in Jülich wieder mächtig brodelt. So sah sich Jörg Bücher, Sprecher der Vereine, dazu genötigt, erneut zu einer Infoveranstaltung einzuladen. Neben Vertretern der betroffenen Vereine saßen auch Ratsvertreter mit am Tisch.

Martin Schulz musste sie jedoch einmal mehr vertrösten. Es wird mit dem Neubau der Stadthalle sicherlich noch eine ganze Zeit dauern. Zwei bis vier Jahre, so wurde geschätzt, denn bei der Bebauung eines solch großen Areals müsse europaweit ausgeschrieben werden.

Allerdings bestehe die Möglichkeit, so Schulz, einen schmalen Korridor für das Bauvorhaben Stadthalle freizuhalten. Gleichwohl wolle man das Gesamtkonzept abwarten, um die vorhandenen städtebaulichen Möglichkeiten auszuschöpfen. Über die Auftragsvergabe an das Büro Aldinger soll der Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss am 25. November entscheiden. Das Konzept könnte dann Anfang 2011 vorliegen.
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