Jülich - Schlummernde Schätze des Museums Jülich aktiviert

Schlummernde Schätze des Museums Jülich aktiviert

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Blick in die Düsseldorfer Restaurierungswerkstatt Börries Brakebusch, in der zahlreiche Werke aus dem Fundus des Jülicher Museums gereinigt und restauriert worden sind. Foto: Museum Zitadelle Jülich
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Vorher-/Nachher-Vergleich: Leonard Rausch, Partie aus den Berner Hochalpen mit Vierwaldstätter See, Öl auf Leinwand, Museum Zitadelle Jülich.

Jülich. Eine reiche Sammlung von Landschaftsgemälden des 19. Jahrhunderts zeichnet das Museum Zitadelle Jülich aus. „Damit verbunden ist die Verpflichtung, die Gemälde zu erforschen, sachgemäß zu lagern, auszustellen und natürlich zu erhalten“, sagt Dr. Christoph Fischer fürs Museum.

Dass die städtische Einrichtung diese Verpflichtung sehr ernst nimmt, lasse sich in den Ausstellungsräumen im Pulvermagazin bestaunen, wo Ergebnisse ausgiebiger Untersuchungen und fachmännischer Restaurierungen zu sehen sind. Ermöglicht wurden die konservatorischen Arbeiten der Jahre 2013 bis 2016 durch Zuschüsse aus dem Restaurierungsprogramm des Landes NRW, die vom Förderverein Museum Jülich beantragt und mit dem nötigen finanziellen Eigenanteil versehen wurden.

Bei seiner Mitgliederversammlung stellte der Verein die Früchte seines Engagements vor. Für den Antrag mussten das Museum und der Restauratorenverband NRW Art, Umfang, Chancen und Risiken einer möglichen Restaurierung erwägen, die Kosten kalkulieren und eine Handlungsempfehlung aussprechen, die von einer Jury für die Vergabe der Landesmittel geprüft wurde. Durch die Bewilligung dieses Projekts konnte ein wichtiger Sammlungsschwerpunkt des Museums gestärkt werden, für den im Magazin schlummernde Schätze aktiviert wurden.

Der 1807 in Jülich geborene Maler Johann Wilhelm Schirmer beeinflusste als Künstler und Professor an der Düsseldorfer Akademie sowie als Gründungsdirektor der Karlsruher Kunstschule maßgeblich die Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert. Die Sammlung des Museums Zitadelle Jülich spiegelt diese Entwicklung in Werken Schirmers, seiner Schüler und Kollegen.

Im Restaurierungsprogramm wurden über 100 Gemälde und Zeichnungen Schirmers und seiner Schüler bearbeitet. Schäden durch Verschmutzung, Übermalungen und nicht sachgemäße Lagerung wurden dabei restauriert. Reinigung und Firnisabnahmen machten die für die Wirkung der Landschaftswerke wichtigen Originalfarben wieder sichtbar. Die Ölstudien sind wichtige Beispiele für die Beiträge der Schirmerschule zum Naturalismus und Entstehen des deutschen Impressionismus.

Ein Teil der neuen alten Werke ist in der aktuellen Ausstellung im Pulvermagazin der Zitadelle „Tiefernst und stumm ist hier die Welt … – Die preußische Rheinprovinz im Blick der Düsseldorfer Malerschule“ zu sehen. Durch die Vielzahl interessanter Gemälde in der Jülicher Museumssammlung konnte parallel eine überregionale Präsentation „Die Eifel im Bild – Düsseldorfer Malerschule“ im Kunstkabinett der Dr. Axe Stiftung in Kronenburg mit Jülicher Leihgaben bestückt werden.

Die Jülicher Ausstellungsbeiträge werden im lesenswerten Katalog von den Experten des Jülicher Museumsteams mit neuen Forschungsergebnissen genauer beschrieben. Der reiche Fundus der Jülicher Sammlung ermöglicht durch die Restaurierungsarbeiten aufsehenerregende Bereicherungen der Ausstellung. Dr. Christoph Fischer: „Ein Besuch verheißt viele Neuentdeckungen.“

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