Jülich - Schlosskonzert: Virtuosität der Klappenkünstler

FuPa Freisteller Logo

Schlosskonzert: Virtuosität der Klappenkünstler

Von: Hilde Viehöfer-Emde
Letzte Aktualisierung:
11644448.jpg
Das arirang-Quintett bot bei seinem zweiten Gastspiel im Rahmen der Schlosskonzert-Reihe ein ausgefallenes Programm. Foto: Wolfgang Emde

Jülich. Das jüngste Jülicher Schlosskonzert in der Schlosskapelle der Zitadelle wartete mit einer interessanten Bläserbesetzung auf. Sakura Kindynis (Flöte), Jörg Schneider (Oboe), Steffen Dillner (Klarinette), Sebastian Schindler (Horn) und Olivia Comparot (Fagott) hatten den Mut, einmal abseits der gängigen Konzertliteratur hörenswerte Kompositionen aufzuführen.

Trotzdem eröffnete das arirang-Quintett das Programm ganz klassisch mit dem Divertimento B-Dur von Joseph Haydn. Ein gefälliges, Werk, dessen Choralthema des zweiten Satzes durch Brahms Haydn-Variationen bekannt wurde. Die Musiker zeigten in ihrer Interpretation Liebe zum Detail und spielten ihre Parts mit feinen Nuancen aus.

Die „6 Bagatellen für Bläserquintett“ des ungarischen Komponisten György Ligeti sind zu Unrecht selten gespielt. Die Klangfarben und spezifischen Möglichkeiten der Instrumente wird genutzt und bilden formbildend die musikalischen Elemente. In Mikrokonzerten werden die Instrumente auch einzeln in solistischen, charakteristischen Parts vorgestellt. Reich an verzauberten Klängen, verspielte, lautmalerische Passagen machten den Charme des Werkes im perfekten Vortrag des Ensembles aus.

Gefällige Klänge mit einem ansprechenden Flötenpart folgten mit Franz Danzis Quintett g - moll. Diese dankbare Bläsermusik ist heute wieder sehr beliebt und wurde von dem Ensemble klangschön und mit großer Leichtigkeit musiziert.

Relativ unbekannt sind der französische Komponist Charles Lefèbvre und sein Werk. Ganz im Geiste der Romantik ist seine Suite in 3 Sätzen konzipiert. Besonders beeindruckend in ihrer Zartheit waren die Flötenpassagen, wundervoll von Sakura Kindynis geblasen.

Musikgeschichte schrieb Astor Piazolla mit seinen Tangos. Das arirang-Quintett musizierte „Histoire du Tango“ mit den Sätzen Bordell 1900, Café 1930 und Nightclub 1960, ein Werk, das original für Flöte und Gitarre komponiert wurde. Es erzähle die Entwicklung des Tangos vom ursprünglich fröhlichen Tanz zum melancholischen Klangspiel. Es gab den Musikern Gelegenheit, ihre Virtuosität unter Beweis zu stellen und ihre Instrumente voll auszuspielen.

Großen Beifall erhielten die Musiker von ihrem Publikum bei ihrem zweiten Gastspiel in der Jülicher Schlosskapelle.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert