Schleidener Stollen: Sind zwei Häuser einsturzgefährdet?

Von: gep
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Aldenhoven. Für zwei Häuser in Schleiden, die auf einem Luftschutzstollen gebaut worden sind, könnte Einsturzgefahr bestehen. Experten haben „arge Bedenken“ wegen der Statik geäußert. Vor Ort waren Sachverständige eines Aachener Ingenieurbüros, der Kreises Düren und der Gemeinde Aldenhoven. Die Anwohner seien „sehr schockiert“, als sie diese Einschätzung erfuhren, hieß es unter den Nachbarn.

Dabei handelt es sich um die Grundstücke, die über dem Eingang des insgesamt etwa 65 Meter langen Stollens liegen. Dieser führt im Winkel von 45 Grad zum Hauptstollen in zehn Metern Tiefe. Der alte Schutzbau verläuft an der hinteren Front von insgesamt sechs Häusern.

Am Dienstag wurden Bohrungen an den Punkten niedergebracht, die die Sachverständigen zuvor betsimmt hatten. Mit einer Sonde sollte der genaue Verlauf des Stollens ermittelt werden. Die Ergebnisse stehen noch aus, sagte Bürgermeister Lothar Tertel am Dienstag. Erst dann könne das Bauordnungsamt des Kreises entscheiden, welche Maßnahmen notwendig seien.

Dazu könnte, je nach Befund, ein Betretungsverbot für die Terrassen gehören. Entscheidend sei der Abstand zu den Häusern. Tertel: „Davon hängt es ab.“ Die Kosten der Untersuchungsarbeiten gehen zu Lasten der Grundstückseigentümer. Diese seien, so Anwohner, „alles andere als ein Pappenstiel“. Die Frage bleibt, ob der „Luftschutzstollen Schleiden 2“ ein staatlicher Schutzbau war – also „die Anlage dem öffentlichen Luftschutz diente und auf Veranlassung und mit Mitteln des (Deutschen) Reichs errichtet wurde“.

Die Anwohner sehen diesen Beweis als erbracht. Dann wäre der Bund in der Verpflichtung und damit die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zuständig.

Tertel: „Hier ist bürgerfreundliches Handeln dringend erforderlich.“ Der Runde Tisch müsse schnell einberufen werden.

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