Jülich - Schirmerschule wird zur neuen „Außenstelle“ des Nationalparks

Schirmerschule wird zur neuen „Außenstelle“ des Nationalparks

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Wildnis gestalten, leben, wahrnehmen und erforschen: Für die Integration von Naturpark -Themen in den Unterricht wurde die Schirmerschule ausgezeichnet. Projektleiter Volker Braun und Sebastian Röthel, Schulleiterin Beate Wirth-Weigelt sowie Schülervertreter freuen sich über die Auszeichnung. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Einem natürlichen Bachlauf folgen, Wiesenkräuter sammeln oder auf Bäume klettern – die Mädchen und Jungen der Schirmerschule dürfen diese Erfahrungen sammeln. Dafür wurde die Schule jüngst mit dem Zertifikat „Nationalpark-Schule Eifel“ belohnt. Die feierliche Auszeichnung erfolgte in Gemünd mit Vertretern des Umweltministeriums und wird für das Einbeziehen von Nationalpark-Themen in den Unterricht vergeben.

Das Projekt richtet sich an Schulen aller Schulformen und steht unter der Schirmherrschaft von Umweltminister Johannes Remmel und Schulministerin Sylvia Löhrmann. In einer zweijährigen Zertifizierungsphase werden die Schulen vom Förderverein Nationalpark Eifel und dem Nationalparkforstamt Eifel unterstützt.

Unter anderem erlebten die Jülicher Schüler die Natur im Rahmen einer Klassenfahrt, stellten sie unter das Motto „Wildnis wagen“, überquerten einen Bach mit Slacklines oder kletterten in einem Hochseilgarten. Die Berufsvorbereitungsklasse besuchte das Freilichtmuseum Kommern, sammelte mit einer Waldpädagogin Wildkräuter, bestimmte die Pflanzen und stellte Kräuterquark und Holunderlimonade her.

In einem anderen Projekt untersuchten Schüler die Wasserqualität der Rur. Sie erarbeiteten selbständig Untersuchungsmethoden und Arbeitsschritte, um Gütekriterien für Gewässer zu bestimmen, Wasserverschmutzungen festzustellen, Messungen durchzuführen und um Wasser mechanisch zu reinigen.

Obsternte am Wasserwerk

Alljährlich im Herbst ernten die Schüler auf einer Obstwiese des Jülicher Wasserwerkes Äpfel, Birnen und Pflaumen. Die Äpfel werden mit einer schuleigenen Presse und unter Anleitung von Lehrer Sebastian Röthel zu Apfelsaft verarbeitet. Zudem unterstützten die Schüler eine Müllsammelaktion rund um die Zitadelle, setzten sich aktiv für die Pflege der naturnahen Umgebung in der Innenstadt ein.

„Die Wildnis gestalten, leben, wahrnehmen und erforschen – diesen Gedanken wollen wir auch nach Jülich transportieren“, sagt Schulleiterin Beate Wirth-Weigelt. Die Natur in und um Jülich sei auch schützenswert und diene der sinnvollen Freizeitbeschäftigung.

Gerne würden die Projektleiter Sebastian Röthel und Volker Braun schon die nächsten Ausflüge in den Naturpark planen, zum Beispiel nach Düttling zur Wildniswerkstatt, zum Wilden Weg am Kermeter oder zum Walderlebnispfad in Kommern. Um den finanziellen Aufwand für die Schüler gering zu halten, hoffen sie auf die Unterstützung von Sponsoren.

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